Für Über-50-Jährige wird es nach Jobverlust besonders schwierig
Ältere Arbeitnehmende werden zwar laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) nicht häufiger entlassen als jüngere. Wer jedoch mit über 50 Jahren die Stelle verliert, bleibt im Schnitt rund anderthalb Mal länger arbeitslos und ist deutlich stärker von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen.

Wie ausgeprägt das Problem strukturell ist, zeigt die letzte verfügbare Altersaufschlüsselung des Seco: 2019 war fast jeder vierte Arbeitslose ab 50 Jahren seit mehr als einem Jahr ohne Stelle, bei den unter 50-Jährigen war es nur jeder zehnte. Die aktuelle Entwicklung zeigt ebenfalls eine Zunahme: Im Juli 2026 waren in dieser Altersgruppe 8,7 Prozent mehr Menschen arbeitslos als im Vorjahresmonat.
Bei grösserem Stellenabbau und Restrukturierungen zeigt sich zudem ein anderes Bild als beim allgemeinen Kündigungsrisiko. Ein Outplacement-Barometer des Beraters Alixio zeigt: Der Anteil der Über-50-Jährigen an solchen Kündigungen liegt seit vier Jahren konstant bei rund 41 Prozent – bei einem Erwerbsanteil dieser Altersgruppe von nur 30 Prozent.






