Fünf Menschen verlieren 2025 das Leben auf Solothurner Strassen
Auf Solothurner Strassen sind im Jahr 2025 insgesamt fünf Menschen bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Das ist ein Tiefstand. Im Vorjahr hatten 14 Menschen ihr Leben verloren.

Dagegen erreichten die rapportierten Unfälle mit 1618 Ereignissen 2025 einen neuen Höchststand – sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Dies geht aus der am Montag von der Kantonspolizei Solothurn veröffentlichten Verkehrsstatistik hervor. Insgesamt verunfallten 101 Personen schwer.
Ein Faktor für die Zunahme der Unfallzahlen ist gemäss Bericht der 6-Streifen-Ausbau der A1 zwischen Luterbach und Härkingen. Im Bereich der Bauetappe Luterbach bis Wangen an der Aare BE («Los West») verdoppelten sich die Unfallzahlen: Zwischen Mai und Dezember stieg die Zahl der Unfälle von 59 auf 103. Besonders häufig kam es dabei zu Kollisionen infolge von Fahrstreifenwechseln und Überholmanövern in den verengten Fahrbereichen.
Die häufigsten Unfallursachen blieben auch 2025 Fahrfehler (21 Prozent), Vortrittsmissachtungen (17 Prozent ) und Unaufmerksamkeit (16 Prozent). Die Zahl der Alkoholunfälle stieg auf 141 Fälle an.
Die Kantonspolizei führt dies auch auf eine zeitweise reduzierte Kontrollintensität zurück, da Ressourcen für die Bekämpfung von Einbruchdiebstählen gebündelt wurden. Dennoch wurden 560 Personen wegen Fahruntüchtigkeit angezeigt.
Im Bereich Geschwindigkeit wurden insgesamt 238’668 Widerhandlungen geahndet. Die Zahl der «Raser-Delikte» ging dabei von 13 auf 8 Fälle zurück. Insgesamt wurden vergangenes Jahr 1453 Geschwindigkeitskontrollen mit mobilen und semistationären Geschwindigkeitsmessanlagen sowie Lasermessgeräten vorgenommen.
Im neuen Schwerverkehrskontrollzentrum (SVKZ) in Oensingen wurden 3677 Nutzfahrzeuge geprüft, davon 262 Fahrzeuge mit gefährlichen Gütern. Insgesamt mussten 571 Fahrzeuge aufgrund technischer Mängel stillgelegt werden.






