Der Flugplatz Meiringen hat neue tierische Helfer. Im Rahmen eines Projekts angelockte Hermeline jagen Mäuse und halten so Greifvögel aus dem Luftraum fern.
Flugplatz Meiringen
Pro Natura kürt Hermelin zum «Tier des Jahres 2018». - Adolf Durrer

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Flugplatz Meiringen verfügt seit knapp zwei Jahren über neue tierische Helfer.
  • Hermeline, für die man Steinhaufen eingerichtet hat, sollen den Platz von Mäusen befreien.
  • Denn die Mäuse ziehen Raubvögel an, die schnell zur Gefahr im Luftraum werden können.

Der Militärflugplatz zwischen Meiringen und Unterbach im Berner Oberland hat mehrere Pisten umgeben von grasgrünen Wiesen. Diese sind jedoch ein idealer Lebensraum für Feld- und Wühlmäuse, die ihrerseits Raubvögel anziehen. Um das zu verhindern, setzen die Betreiber seit einigen Jahren eine neue Wunderwaffe ein: Hermeline.

Milane und andere geschützte Greifvögel im Luftraum des Flugplatzes können jedoch schnell zum Problem werden: Wo ein Zusammenstoss für einen Milan tödlich endet, kann er auch ein Risiko für Pilot und Flugzeug darstellen.

Flugplatz Meiringen
Ein Kampfjet der Schweizer Armee auf dem Flugplatz Meiringen. - keystone

Wie die «Berner Zeitung» (BZ) berichtete, hat man daher im Jahr 2019 rund um den Flugplatz Meiringen Steinhaufen angelegt. Diese ziehen als idealer Unterschlupf Wiesel an, die dann ihrerseits die Mäusepopulation reduzieren. Nun wurde überprüft, ob das Projekt ein Erfolg war.

Schon 2020 fanden die Spezialisten, dass in drei Vierteln aller Steinhaufen Spuren von Hermelinen gefunden. Und diese erledigten ihren Job als Mäuse-Wächter für den Flugplatz Meiringen tadellos. Gemäss BZ beobachteten die Pistenwarte seit dem Einzug der Wiesel «weniger oder zumindest nicht mehr Vögel».

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