Gericht

Firmenchef wegen massiver Übergriffe vor Zürcher Obergericht

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Ein 38-jähriger Firmenchef muss sich heute Freitag wegen sexueller Nötigung vor dem Zürcher Obergericht verantworten. Er soll eine junge Frau massiv belästigt haben – am Bewerbungsgespräch.

Ein Firmenchef steht vor dem Zürcher Obergericht, weil er eine junge Bewerberin beim Vorstellungsgespräch sexuell belästigt haben soll. (Archivbild)
Ein Firmenchef steht vor dem Zürcher Obergericht, weil er eine junge Bewerberin beim Vorstellungsgespräch sexuell belästigt haben soll. (Archivbild) - KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Die junge Frau hatte sich auf einen Teilzeitjob in der Administration beworben. Als sie für das Vorstellungsgespräch ins Büro des Firmenchefs kam, stand da jedoch ein Sofa, auf das sie sich setzen sollte.

Gemäss Anklageschrift packte der Vorgesetzte die Bewerberin und fing an, sie am Hals und am Oberkörper zu küssen. Sie habe mehrfach und sehr laut gesagt, dass sie das nicht wolle. Dennoch habe er weiter gemacht, so die Staatsanwaltschaft.

Irgendwann schaffte sie es, den Familienvater in den Penis zu beissen, so dass er von ihr abliess. Danach soll ihr der strenggläubige Muslim das Mobiltelefon weggenommen und sie an den Schultern durchs Treppenhaus gezerrt haben. Danach fuhr er die Bewerberin gemäss Anklage nach Hause.

Das Bezirksgericht Zürich verurteilte den vorbestraften Mann im Oktober 2024 zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten, wegen sexueller Nötigung, Nötigung und sexueller Belästigung.

Die Staatsanwaltschaft hatte jedoch eine härtere Strafe gefordert, drei Jahre ohne Bewährung. Das Bezirksgericht sah jedoch keine Beweise für eine Freiheitsberaubung, weshalb die Strafe milder ausfiel. Wann das Obergericht sein Urteil eröffnet, ist noch unklar.

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Kommentare

Partnun123

Die genauen Umstände, welche zu diesem Urteil führten sind lediglich den Beteiligten (auch den Geschädigten Anwälten) bekannt. Alles andere sind Mutmassungen

User #4683 (nicht angemeldet)

Wieso nur 20 Monaten, erscheint mir doch ein sehr mildes Urteil zu sein.

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