Firmen fördern digitale Kompetenzen bei Berufseinsteigern zu wenig
KI verändert die Rollen von Berufseinsteigenden. Bei der Personalauswahl achten laut einer Studie aber nur 26 Prozent gezielt auf digitale Kompetenzen.

Künstliche Intelligenz verändert die Rollen von hochqualifizierten Berufseinsteigerinnen und -einsteigern. Unternehmen achten bei der Einstellung jedoch nur selten auf digitale Kompetenzen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Personaldienstleisters Alixio und der Fachzeitschrift «HR Today» hervorgeht.
Gut die Hälfte der in der Erhebung Befragten ist der Ansicht, dass KI die Anforderungen und Rollen hochqualifizierter Berufseinsteigerinnen und -einsteiger verändert. Allerdings geben nur 26 Prozent an, dass bei der Personalauswahl gezielt auf Lernagilität und digitale Kompetenzen geachtet wird. Auch definierte Lernpfade und entsprechende Lernmöglichkeiten gebe es nur bei gut einem Viertel der Arbeitgeber.
«Da KI theoretisches Fachwissen relativ einfach substituieren kann, sollten die Arbeitgeber den Fokus auf die Lernfähigkeit und die eigenen praktischen Lernangebote legen, damit die Hochschulabsolventinnen und -absolventen komplexe betriebliche Sachverhalte rasch einschätzen und steuern können», heisst es in der Studie.
Etwas mehr als die Hälfte der Befragten erwartet zudem, dass KI-Kompetenzen in den kommenden zwei Jahren wichtiger werden als ein Hochschulabschluss. Erfolgversprechend sei jedoch die Kombination aus fundiertem Fachwissen, Berufserfahrung und soliden Fähigkeiten im Umgang mit KI.
Die Studie basiert auf 1263 Antworten von Personalverantwortlichen, Führungskräften und Unternehmern aus verschiedenen Branchen und Regionen der Schweiz. Die Ergebnisse sind laut den Angaben repräsentativ.






