Feuer machen trotz Verbot? Schweizer melden dich bei Polizei
Die Bevölkerung ist sich grösstenteils der Brandgefahr bewusst und hält sich ans Feuerverbot. Wer sich nicht dran hält, wird gemeldet – auch vom Nachbarn.

Das Wichtigste in Kürze
- Noch immer gilt fast überall in der Schweiz ein Feuerverbot.
- Die meisten scheinen sich der Brandgefahr bewusst zu sein und machen keine Feuer.
- Wenn doch Feuer gemacht wird, wird dies oft der Polizei gemeldet – manchmal auch vom eigenen Nachbarn.
In vielen Kantonen in der Schweiz gilt immer noch ein absolutes Feuerverbot, in anderen immerhin eines im Wald. Doch immer wieder halten sich einige nicht daran. Das sorgt für Frust – und hat Folgen.
Auf Facebook verpetzte kürzlich eine Schweizerin den Nachbar, weil er im Garten grillierte. Das Foto hat sie inzwischen entfernt.
Doch damit ist die Solothurnerin nicht allein. Immer mehr Schweizer melden der Polizei, wenn sie jemanden sehen, der Feuer in einer Verbotszone macht.
Die Stadtpolizei Zürich hat seit Beginn des Feuerverbots Ende Juli insgesamt 90 Meldungen erhalten, wie sie auf Anfrage sagt. Das entspricht etwa vier Meldungen pro Tag. Ob es der Nachbar oder ein Fremder ist, erfasst die Polizei nicht systematisch.
In den meisten Fällen seien es besorgte Bürgerinnen und Bürger, die irgendwo Rauch sehen. Sie melden dann der Polizei eine verdächtige Stelle. Häufig handelt es sich dabei um Grillstellen im Freien oder im Wald.
Es kann aber auch vorkommen, dass ein Feuer im Garten gemacht wird und dies von einem Nachbar bemerkt wird.
Im Kanton Bern gehen ebenfalls mehr Meldungen ein: «Seit Inkrafttreten des kantonalen Feuerverbots stellen wir eine Zunahme der Meldungen beziehungsweise der festgestellten Verstösse fest.» Ob die Meldungen von Nachbarn kommen, werde aber nicht erfasst.
Im Kanton Solothurn hält sich die Bevölkerung mehrheitlich an die Regeln, wie die Kantonspolizei schreibt.
Brandgefahr ist den Leuten bewusst
Sie bestätigt aber: Es gab auch hier Meldungen an die Polizei, die von Nachbarn abgesetzt wurden. Dies seien aber Einzelfälle.
Auch im Kanton Aargau gehen bei der Kantonspolizei entsprechende Meldungen ein. Die Kantonspolizei ergänzt: «Die Bevölkerung ist sich offensichtlich der Brandgefahr bewusst.» Denn Verstösse gegen das Feuerverbot seien selten.

















