Appenzellerland

    Felssturzgefahr am Säntis bestätigt - Wanderwege bleiben offen

    Keystone-SDA Regional
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    Herisau,

    Eine instabile Felszone am Girenspitz beim Säntis birgt insbesondere für die Kiesgrube bei Siebenhütten eine Gefahr. Die Gemeinde Hundwil und der Kanton Appenzell Ausserrhoden haben vorsorgliche Sicherheitsmassnahmen ergriffen. Messungen sollen bis Sommer 2027 Klarheit über die Stabilität des Felsens bringen.

    Die Einschätzung der Gefahr an der Säntis-Nordwand hat sich laut Behörden bestätigt. (Archivbild)
    Die Einschätzung der Gefahr an der Säntis-Nordwand hat sich laut Behörden bestätigt. (Archivbild) - KEYSTONE/MONIKA FREUND

    Dazu gehört die Einstellung des Kiesgrubenbetriebs bei Siebenhütten und die Sperrung einer betroffenen Flurstrasse für Fussgänger, wie die Gemeinde Hundwil und der Kanton am Donnerstag in einer Mitteilung schreiben. Die Signalisationen wurden demnach Anfang September angebracht.

    Bisherige Ergebnisse bestätigt

    Ein beauftragtes Geologiebüro untersuchte laut Mitteilung die Felszone genauer. Die Ergebnisse bestätigten die bisherige Einschätzung, dass die grösste Gefährdung durch einen möglichen Felssturz im Bereich der Kiesgrube liegt. Auf der Flurstrasse war die Gefährdung deutlich geringer.

    Zur genaueren Beurteilung der Stabilität seien Messungen im Gange, heisst es in der Mitteilung weiter. Anfang Oktober sei die Felszone erstmals mit einem bodengestützten Radar vermessen worden. Ein Laserscan mittels Drohne sei zusätzlich vorgesehen. Zweitmessungen erfolgten im Frühling 2027.

    Ergebnisse sind im Sommer 2027 zu erwarten

    Durch den Vergleich der Messungen soll festgestellt werden, welche Bereiche sich wie stark bewegen. Die Ergebnisse werden laut Behörden voraussichtlich im Juni 2027 vorliegen. Auf dieser Grundlage werden Gefährdung, Risiken und bestehende Sicherheitsmassnahmen neu beurteilt.

    Sämtliche offiziellen Wander-, Themen- und Winterwanderwege sowie die Anlagen der Säntis-Schwebebahn im Gebiet Schwägalp lägen ausserhalb des gefährdeten Bereichs und könnten weiterhin genutzt werden, schreiben die Behörden weiter. Die vorsorglichen Sperrungen blieben bis zum Vorliegen weiterer Erkenntnisse bestehen. Die betroffene Flurstrasse sei im Winter ohnehin wegen Schnee und Lawinengefahr geschlossen.

    Die instabile Felszone beim Säntis war Ende August 2026 festgestellt worden. Geologen im Auftrag beider Appenzell kamen damals zum Schluss, dass der Felsbereich absturzgefährdet sei und herabstürzende Steine Gebiete auf der Schwägalp erreichen könnten.

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