Fast jeder Schweizer will Tiktok-Verbot für Minderjährige!
Schluss mit Tiktok & Co.! 87 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer wollen soziale Medien für Jugendliche verbieten – besonders Tiktok gerät ins Visier.

Das Wichtigste in Kürze
- Die meisten Schweizerinnen und Schweizer wollen ein Social-Media-Verbot für Jugendliche.
- Vor allem für Tiktok wollen 97 Prozent eine Sperre – das ergab eine neue Umfrage.
- Als häufigstes Mindestalter wurden 16 Jahre und eine Alterskontrolle per E-ID genannt.
Eine grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung hat sich für ein Verbot von sozialen Medien für Jugendliche ausgesprochen. In einer repräsentativen Umfrage befürworteten 87 Prozent der Befragten einen solchen Schritt.
An der Befragung im August 2026 nahmen 8317 Personen aus der Deutschschweiz und der Romandie teil. Das teilte das Nachrichtenportal «Watson» am Mittwoch mit.
Die Umfrage entstand in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Demoscope.

Die Zustimmung für ein Verbot war über Geschlechter, Altersgruppen und Sprachregionen hinweg hoch. Sowohl bei den Männern (87 Prozent) als auch bei den Frauen (90 Prozent) fand der Vorschlag Anklang.
In der Deutschschweiz lag die Zustimmung bei 88 Prozent, in der Romandie bei 87 Prozent.
Viele Sorgen
Als Hauptgründe für die Befürwortung nannten die Teilnehmenden die Sorge um die psychische Gesundheit der Jugendlichen. Sowie das Suchtpotenzial der Plattformen und schädliche Inhalte.
Aber auch die Gefahr, online ins Visier von möglichen Tätern zu gelangen, besorgte die Befragten.
Besonders die Plattform Tiktok stand im Fokus der Verbotsbefürworter. 97 Prozent von ihnen sprachen sich für eine Sperrung der App für Minderjährige aus. Dahinter folgten Instagram mit 91 Prozent und Snapchat mit 87 Prozent.
Erst ab 16 Jahren
Bezüglich des Mindestalters wurde am häufigsten die Grenze von 16 Jahren genannt. 39 Prozent der Befragten nannten dieses Alter für einen Zugang mit elterlicher Zustimmung, 42 Prozent für einen Zugang ohne.
Für eine allfällige Altersüberprüfung fand die elektronische Identität (E-ID) mit 72 Prozent die grösste Zustimmung unter den Befragten.








