Fast alle Zölle auf Schweizer Exporten nach China werden fallen

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Uhren, Maschinen und Pharma: Schweizer Firmen sollen beim Export nach China deutlich weniger bezahlen.

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    Die Schweiz und China bauen ihre Handelsbeziehungen weiter aus. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • China schafft auf fast allen Schweizer Exporten die Zölle ab.
    • Mittelfristig sollen 99,8 Prozent der Exporte zollfrei werden.
    • Die Wirtschaft könnte dadurch rund 244 Millionen Franken sparen.
    • Besonders profitieren Uhren, Maschinen und die Pharmabranche.

    Bundespräsident Guy Parmelin und der chinesische Handelsminister Wang Wentao verkündeten am Donnerstag in Bern den Abschluss der Verhandlungen zur Optimierung des Freihandelsabkommens.

    «Die Schweiz hat ihre Verhandlungsziele erreicht», teilte das Wirtschaftsdepartement mit.

    99,8 Prozent der Exporte sollen zollfrei werden

    Die Zahlen sind deutlich: Mittelfristig sollen 99,8 Prozent der heutigen Schweizer Exporte zollfrei auf den chinesischen Markt gelangen.

    Bereits mit dem Inkrafttreten des aktualisierten Abkommens sollen es 77,5 Prozent sein. Bislang konnte nur rund die Hälfte der Schweizer Exporte zollfrei nach China eingeführt werden.

    Das Wirtschaftsdepartement rechnet mit möglichen Zolleinsparungen von rund 244 Millionen Franken. Besonders profitieren sollen die Uhren- und Maschinenindustrie sowie die Pharmabranche.

    Auch Schweizer Lebensmittelproduzenten erhalten bessere Bedingungen. Für Röstkaffee und Käse sollen die Zölle allerdings erst nach einer Übergangsfrist von zehn Jahren vollständig wegfallen.

    China ist wichtiger Handelspartner

    China gehört zu den wichtigsten Absatzmärkten für Schweizer Unternehmen. Nach der EU und den USA ist die Volksrepublik der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz.

    2025 exportierte die Schweiz Waren im Wert von rund 15,2 Milliarden Franken nach China. Die Importe aus China beliefen sich auf rund 18,3 Milliarden Franken.

    Die Schweiz und China hatten 2024 vereinbart, ihr bestehendes Freihandelsabkommen zu modernisieren. Die eigentlichen Verhandlungen liefen seit 2025.

    Für die Schweizer Exportwirtschaft kommt der Abschluss zu einem brisanten Zeitpunkt. Wegen der angespannten Handelspolitik der USA bemüht sich die Schweiz verstärkt darum, ihre Absatzmärkte breiter abzustützen.

    US-Präsident Donald Trump hatte der Schweiz erst am Mittwoch erneut mit einem harten Vorgehen gedroht. Vor diesem Hintergrund gewinnt der verbesserte Zugang zum chinesischen Markt zusätzlich an Bedeutung.

    Kommentare

    User #5594 (nicht angemeldet)

    Super, alle Temu und Shein -Jünger jubeln. Die Schweizer dürfen weiter billig einkaufen.........

    User #4344 (nicht angemeldet)

    Das Freihandelsabkommen mit China ist ein Feiertag für die Schweizer Exportwirtschaft, das ist Fakt! Jeder Chinese, der was auf sich hält, um nur ein Beispiel zu nennen, spart auf eine teure Schweizer Armbanduhr. Die Luzerner Uhrenläden können ein Lied davon singen. Wenn so ein Reisebus kam, waren Uhren in der Preisklasse um durchschnittlich 5'000 Franken der Renner.

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