Bitsch

    Experten: Wald in Bitsch erst in 100 bis 200 Jahren regeneriert

    Keystone-SDA
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    Oberwallis,

    Laut Experten wird sich der Wald in Bitsch erst in 100 bis 200 Jahren regeneriert haben. Bäume müssten aber keine angepflanzt werden.

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    Seit Montag versuchen die Einsatzkräfte, den Waldbrand oberhalb von Bitsch im Oberwallis unter Kontrolle zu bringen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Wald in Bitsch wird sich laut Experten erst in 100 bis 200 Jahren regeneriert haben.
    • Aufforstungsmassnahmen seien nicht notwendig, dafür solche gegen Erdrutsche.
    • Der Brand sei keine gesamtschweizerische Katastrophe.

    Der durch den Waldbrand in Bitsch VS zerstörte Wald wird sich laut Experten wohl erst in 100 bis 200 Jahren regeneriert haben. Der am Montag ausgebrochene Waldbrand hat bisher 100 Hektar Wald verbrannt – so viel wie 140 Fussballfelder.

    Grundsätzlich müsse der Mensch keine Bäume neu pflanzen. Verschiedene Baumarten würden eine abgebrannte Fläche ohne menschliches Zutun besiedeln. Pionierarten wie die Zitterpappel und die Birke können in 20 bis 30 Jahren einen Buschwald bilden, sagten die Experten der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) Thomas Wohlgemuth und Marco Conedera am Donnerstag in der Zeitung «La Liberté».

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    Seit zehn Tagen wütet in Bitsch VS ein grosser Waldbrand. - keystone

    Allerdings werden laut den Experten wohl Massnahmen gegen Erdrutsche erforderlich sein. «In den ersten zwei Jahren nach dem Brand besteht ein hohes Erosionsrisiko», sagten die Fachleute. «In dieser heiklen Phase können heftige Regenschauer an steilen Hängen gefährliche Erdrutsche auslösen.» Auch in sechs bis zehn Jahren, wenn die Wurzeln der abgestorbenen Bäume versagen, könne es zu Erdrutschen kommen.

    Um dieses Risiko zu begrenzen, sollten grosse Steine weggeräumt und Baumstämme quer über den Hang gelegt werden, um ihn zu stabilisieren, raten Wohlgemuth und Conedera. Auch Lawinenverbauungen oder Netze zum Schutz vor Steinschlag könnten in den nächsten Wochen oder Monaten notwendig werden.

    In den Augen der Experten stellt der Brand oberhalb von Bitsch jedoch keine gesamtschweizerische Katastrophe dar. Dies wäre erst der Fall, wenn sich der Brand auf 1000 Hektaren ausdehnen würde, betonten sie in der Zeitung.

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