Lukas Mandl machte sich vor Ort ein Bild der Beziehung zwischen der EU und der Schweiz. Der EU-Abgeordnete ist überzeugt von der Haltung der Schweiz.
Der EU Schweiz-Beauftragte des Europaparlaments, Lukas Mandl. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der EU-Abgeordnete Lukas Mandl war zu Besuch in der Schweiz.
  • Er machte sich vor Ort ein Bild von der Beziehung zwischen der EU und der Schweiz.

Der aus Österreich stammende Lukas Mandl hat am Samstag als Gast an der Delegiertenversammlung (DV) der Mitte-Partei Schweiz teilgenommen. Mandl verfasst im Auftrag des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des EU-Parlaments einen Bericht zur Beziehung Schweiz-EU. Dazu will er sich ein Bild vor Ort machen.

Kreative Haltung der Schweiz

Eingefädelt hatte den DV-Besuch Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter (BL), die Anfang Woche in Brüssel an einem Kongress der Europäischen Volkspartei teilnahm. Bereits am Donnerstag war Mandl angereist und hatte sich seither unter anderem mit Vertreter verschiedener Parteien getroffen.

Nach zahlreichen Gesprächen habe er in Zug endlich seine Mitte gefunden, sagte Mandl an der DV. Seine Aufgabe sei nicht, zu kitten, was schon passiert sei, sondern neue Wege zu beschreiten.

In der Schweiz spüre er eine sehr konstruktive, sogar kreative Haltung. So schaffe man es so zusammenzuarbeiten, dass es der Schweiz und der EU und gar Europa diene. Der Zusammenhalt in Europa sei wichtig und werde noch wichtiger.

Zu wenig Aufmerksamkeit dem Gemeinsamen

Mit oder ohne Mitgliedschaft der Schweiz gebe es so vieles, das sie mit der EU verbinde: Werte, Zugänge, der europäische Lebensstil. Es gebe nur weniges, das trenne.

Der konservative EU-Politiker gilt als der Schweiz gegenüber wohl gesinnt. «Die Verhandlungen für einen Rahmenvertrag in der Vergangenheit haben gezeigt, wie es nicht geht», schrieb er am 21. Juli in einer Mitteilung nach einem Arbeitstreffen mit dem Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis. Auf beiden Seiten habe man «dem Trennenden zu viel Aufmerksamkeit gewidmet und dem Gemeinsamen zu wenig», heisst es darin weiter.

Der 42-jährige Mandl stammt aus Niederösterreich und ist in Gerasdorf bei Wien aufgewachsen. 2015 wurde er für die ÖVP in die Regierung seiner Heimatstadt gewählt und amtete dort als Vizebürgermeister. Als er 2017 ins EU-Parlament wechselte, gab er das Amt als Vizebürgermeister ab.

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