Erster Aargauer «Blechpolizist» geht in Betrieb

    Keystone-SDA
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    Baden,

    Am Mittwoch meldet sich im Kanton Aargau der erste «Blechpolizist» zum Dienst. Die Überwachungsanlage nimmt nun den Betrieb in Baden auf.

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    Ein Aargauer Sonderfall steht vor dem Ende: An einem Strassenknoten in Baden soll der erste stationäre Blitzer für Rotlicht- und Temposünder aufgestellt werden. (Themenbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Kanton Aargau kommt am Mittwoch der erste «Blechpolizist» zum Einsatz.
    • Das System ermöglicht die Ahndung von Rotlicht-Missachtung und Raser.
    • Die Stadtpolizei Baden erwartet damit eine Erhöhung der Verkehrssicherheit.

    Im Kanton Aargau nimmt der erste «Blechpolizist» am morgigen Mittwoch den Dienst auf: An der Kreuzung «Gstühl» in Baden geht die Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachungsanlage (RLGK) um 09.00 Uhr in Betrieb. Im Aargau steht bislang kein fixer Radarkasten.

    Die Abnahme des Systems durch Spezialisten des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (Metas) und einer kurzen Testphase waren erfolgreich. Nun werde die Überwachungsanlage den operativen Betrieb aufnehmen. Dies teilte die Stadtkanzlei Baden am Dienstag mit.

    System erkennt Rotlicht-Missachtung und Schnellfahrer

    Fahrzeuglenkende müssten mit einer Busse rechnen, wenn sie die Kreuzung nicht vorschriftsgemäss passierten. Das System ermögliche die Ahndung von Missachtungen des Rotlichts und der Überschreitungen der gesetzlich zulässigen Höchstgeschwindigkeit durch Fahrzeuglenkende.

    Die Stadtpolizei Baden erwarte eine weitere Erhöhung der Verkehrssicherheit an dieser Kreuzung, hält die Stadtkanzlei fest. Täglich benutzen zahlreiche Automobilisten, Velofahrende und Fussgänger die Gabelung.

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    Solche Radarwarnungen sind seit 2013 in der Schweiz verboten. (Symbolbild) - dpa

    Dem ersten «Blechpolizisten» im Aargau gingen viele politische Diskussionen und ein Rechtsstreit voraus. Im April 2019 hatte das kantonale Verwaltungsgericht eine Beschwerde der Stadt gutgeheissen – und damit den Regierungsrat zurückgepfiffen.

    Der Regierungsrat hatte das Gesuch von Baden für den Radarkasten abgelehnt. Das Verwaltungsgericht kam jedoch zum Schluss, es sei grundsätzlich Aufgabe der Gemeinden, für die lokale Verkehrssicherheit zu sorgen.

    Schon lange Diskussion über «Blechpolizist»

    Bereits Ende der 1990er Jahren diskutierten die aargauischen Politiker «über ortsfeste, automatische Geschwindigkeitsradargeräte». Der Grosse Rat lehnte es 2004 knapp ab, die Regierung die Hausaufgabe zu geben, die Einführung von «Blechpolizisten» zu prüfen.

    2017 bestätigte eine Mehrheit im Parlament diesen Kurs. Im vergangenen November beschloss der Grosse Rat, dass der Regierungsrat ein gesetzliches Verbot von «Blechpolizisten» prüfen muss.

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