Erste Walliser Ständerätin kandidiert 2027 nicht mehr
Die Walliser Mitte-Ständerätin Marianne Maret beendet ihre politische Laufbahn auf Bundesebene Ende 2027. Die 68-Jährige verzichtet nach zwei Amtszeiten auf eine neuerliche Kandidatur. 2019 war sie als erste Walliserin in den Ständerat gewählt worden.

Die Mitte Unterwallis würdigte Maret am Dienstag in einer Medienmitteilung als engagierte Politikerin, die sich mit Sachkenntnis und Entschlossenheit für die Interessen des Wallis und der Schweiz eingesetzt habe.
Maret begann ihre politische Laufbahn 1997 im Gemeinderat von Troistorrents. Von 2005 bis 2012 stand sie der Gemeinde als Präsidentin vor. Zudem präsidierte sie von 2009 bis 2013 den Verband der Walliser Gemeinden und gehörte von 2009 bis 2019 dem Walliser Grossen Rat an. Dort leitete sie unter anderem die Geschäftsprüfungskommission.
2019 schaffte Maret als erste Walliserin den Sprung in den Ständerat. Vier Jahre später wurde sie wiedergewählt. In Bern präsidierte sie unter anderem die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen.
Die Mitte Unterwallis hat die Bewerbungsfrist für eine Ständeratskandidatur auf den 14. Dezember festgelegt. Über die Nomination entscheidet anschliessend der Parteikongress. Als möglicher Kandidat gilt der Walliser Staatsrat Christophe Darbellay, der derzeit das Departement für Volkswirtschaft und Bildung leitet.
Seit der Gründung des Bundesstaats 1848 stellt die frühere CVP und heutige Mitte beide Walliser Ständeräte.
Mit dem angekündigten Ausscheiden Marets und dem ebenfalls geplanten Rückzug von FDP-Nationalrat Philippe Nantermod verliert die Walliser Region Chablais Ende 2027 ihre beiden Vertreter im Bundesparlament.






