Franken

    Enkeltrickbetrüger soll eine Million Franken ergaunert haben

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Aarau,

    Ein 38-jähriger Pole steht in Aarau vor Gericht. Er soll mit Komplizen gezielt ältere Menschen unter Druck gesetzt und abgezockt haben.

    Enkeltrick
    Die Taten wurden systematisch von Polen aus organisiert. (Symbolbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein 38-jähriger Pole steht wegen Enkeltrickbetrug in der Schweiz vor Gericht.
    • Er soll an 32 Fällen mit einem Schaden von über 1 Mio. Franken beteiligt sein.
    • Die Staatsanwaltschaft fordert 3,5 Jahre Haft im abgekürzten Verfahren.

    Ein mutmasslicher Enkeltrickbetrüger ist im Kanton Aargau wegen gewerbsmässigen Betrugs angeklagt worden. Die Deliktsumme beträgt eine Million Franken.

    Der 38-jährige Pole wurde nach der Verbüssung einer Haftstrafe in Deutschland an die Schweiz ausgeliefert.

    Bande spezialisiert sich auf ältere Opfer

    Der Mann war über mehrere Jahre Mitglied einer internationalen Gruppe, die sich auf Betrugstaten gegenüber älteren Menschen spezialisiert hatte, wie die Oberstaatsanwaltschaft Aargau am Donnerstag mitteilte.

    Er soll zwischen März 2012 und Juli 2016 an 32 Enkeltrickbetrügen in der Schweiz beteiligt gewesen sein.

    Die Betrugstaten wurden laut Anklage vorwiegend von Polen aus geplant und gesteuert. In elf Fällen sei es zu einer erfolgreichen Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen wie Goldbarren und Armbanduhren innerhalb der Schweiz gekommen.

    Die Schadenssumme belaufe sich auf 1,02 Millionen Franken. In weiteren 21 Fällen sei es beim Versuch geblieben.

    Der Beschuldigte soll zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt werden. Die Anklage ist beim Bezirksgericht Aarau hängig. Die Staatsanwaltschaft hat die Durchführung eines abgekürzten Verfahrens beantragt.

    Im vergangenen Mai wurde der Pole von Deutschland über das Bundesamt für Justiz nach Verbüssung einer langjährigen Haftstrafe an die Schweiz ausgeliefert.

    Betrugsmasche setzt auf psychischen Druck und Vertrauen

    Der Enkeltrickbetrüger und die Gruppierung handelten gemäss Oberstaatsanwaltschaft Aargau nach der immer gleichen Masche. In Telefongesprächen gaben sich Beteiligte als nahe Verwandte oder Bekannte der jeweils kontaktierten Person aus.

    Durch gezielte Gesprächsführung und psychischen Druck wurden die Angerufenen dazu veranlasst, grössere Geldbeträge oder Wertgegenstände herauszugeben. Die Opfer glaubten, damit einem Familienmitglied in einer Notlage zu helfen.

    Die Auswahl der betagten Geschädigten erfolgte laut Anklage systematisch: Es wurden alt klingende Vornamen im Telefonverzeichnis gesucht.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #2802 (nicht angemeldet)

    Er freut sich auf unser lukratives Sozialsystem

    User #2750 (nicht angemeldet)

    Wir haben keine wirksamen Gesetze oder Strafen gegen solche Dinge.

    Weiterlesen

    Gericht
    Urteil
    Polizei Kornhausplatz
    92 Interaktionen
    Kriminalstatistik
    Arbeitslose
    15 Interaktionen
    6,3 Prozent

    MEHR FRANKEN

    Dealer Wallis
    34 Interaktionen
    Zu lange Knast
    3 Interaktionen
    Bern
    Guy Parmelin
    29 Interaktionen
    Nach Rücktritt
    snb leitzins
    14 Interaktionen
    SNB schüttet aus

    MEHR AUS AARAU

    Buchs AG
    Buchs AG
    FC Aarau
    4 Interaktionen
    Junior Simic trifft
    Schweizerisches Rotes Kreuz Bildung
    SRK Aargau