Die Elektrititätskommission (Elcom) hat mehrere mögliche Standorte für ein Reserve-Gaskraftwerk in der Schweiz kommuniziert.
Gaskraftwerk
Eine gelbe Leitung für Erdgas führt über ein Gelände eines Gaskraftwerken. - DPA

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Elcom hat 17 potenzielle Standorte für ein Reserve-Gaskraftwerk kommuniziert.
  • Unter anderem infrage kommen Utzenstorf BE, Perlen LU und Gösgen SO.

In ihrem Konzept «Spitzenlast-Gaskraftwerk» nennt die Eidgenössische Elektrizitätskommission (Elcom) 17 mögliche Standorte für ein Reserve-Gaskraftwerk. Genannt werden sieben Orte in deutschsprachigen Kantonen und zehn in der Romandie. Abschliessend ist die Liste nicht.

Aufgeführt sind in der Deutschschweiz drei Standorte im Kanton Aargau (Asphard, Birr und Kaisten) sowie Gösgen SO, Perlen LU, Schweizerhalle BL und Utzenstorf BE.

Werner Luginbühl
Werner Luginbühl, Präsident der Elcom, spricht bei einer Medienkonferenz (Archivbild). - Keystone

In der Westschweiz könnten Orte in drei Kantonen infrage kommen: Im Wallis sind es Chamoson, Chavalon, Collombey und Monthey, in der Waadt Bex, Orbe, Yverdon und Aigle (zwei Standorte) und im Kanton Neuenburg Cornaux. Im Raum Zürich, in der Ostschweiz und im Kanton Tessin sind keine Orte aufgeführt.

Nach Angaben einer Sprecherin der Elcom gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ist die Liste von für ein Reserve-Gaskraftwerk denkbaren Standorten nicht abschliessend. Es könnten also auch noch weitere Möglichkeiten aufgenommen werden.

Gibt genügend Standorte

«Es gäbe also genügend Standorte», sagte Elcom-Präsident Werner Luginbühl am Donnerstag in Bern zu der Liste. Für die Standortwahl massgebend ist gemäss Konzept neben genügend freier Fläche die Nähe einer Gasleitung und ein Anschluss ans Bahnnetz. Dies etwa für den Fall, dass die Anlage mit Heizöl betrieben würde.

Energieministerin Simonetta Sommaruga präsentierte am Donnerstag in Bern Pläne des Bundesrats für eine Wasserkraftreserve und ergänzend dazu klimaneutral betriebene Gaskraftwerke, als Ausfallversicherung bei allfälligen Strom-Notlagen. Bei den Kraftwerken stützt sich der Bundesrat auf das Konzept der Elcom.

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