Im Arbeitskonflikt um einen Sozialplan beim Verlagshaus Tamedia haben sich die Sozialpartner geeinigt.
Das Tamedia-Gebäude am Zürcher Stauffacher.
Das Tamedia-Gebäude am Zürcher Stauffacher. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Tamedia konnte man sich auf eine Sozialplan einigen.
  • Dies teilt das Seco am Dienstag mit.

Im Arbeitskonflikt um einen Sozialplan beim Verlagshaus Tamedia haben sich die Sozialpartner geeinigt. Der unter Beizug der Eidgenössischen Einigungsstelle zustande gekommene Vertrag wurde am Montag unterzeichnet, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mitteilte.

Am Anfang des Arbeitskonfliktes bei der Tamedia Publikationen Deutschschweiz standen die Sparpläne des Konzerns.

Verhandlungen scheiterten zunächst

Im August 2020 gab Tamedia bekannt, in den kommenden drei Jahren um 15 Prozent oder 70 Millionen Franken zu reduzieren. Die Personalkommission und die Firmenleitung nahmen Verhandlungen über einen Sozialplan auf, die jedoch scheiterten.

Unter dem Vorsitz der Zürcher Verwaltungsrichterin Viviane Sobotich einigten sich die Parteien nun auf einen Sozialplan. Er beinhaltet als wichtigste Punkte Abgangsentschädigungen bei Entlassungen, Differenzzahlungen für Lohneinbussen entlassener 50- bis 59-Jähriger, die Arbeitslosengeld beziehen, sowie Leistungen bei Frühpensionierungen. Damit richtet er sich an dem für die Westschweiz ausgehandelten Sozialplan aus.

Ergebnis laut Journalistenverband «korrekt»

Das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) hatte die Einsetzung der Eidgenössischen Einigungsstelle für kollektive Arbeitskonflikte auf Ersuchen der Dach-Personalkommission bei Tamedia am 5. Juli verfügt. Aufgabe der Einigungsstelle ist es, eine direkte Verständigung unter den Parteien zu erzielen.

Der Journalistenverband Impressum und die Dach-Personalkommission betrachteten das Ergebnis als korrekt, wie es in einer Mitteilung hiess. Es sei nun ein Sozialplan abgeschlossen worden, der auf die ganze Schweiz Anwendung finde. Trotz des «anständigen» Sozialplans forderte Impressum von Tamedia, die Kündigungen auf ein Minimum zu reduzieren.

Mehr zum Thema:

Franken Tamedia