Stadt Luzern

Ehemaliger Lucerne-Festival-Chef gibt neu in Japan den Takt an

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Luzern,

Nach über 25 Jahren als Intendant am Lucerne Festival wird Michael Haefliger künstlerischer Berater des Kusatsu International Summer Music Academy & Festival, wie es in einer Medienmitteilung vom Mittwoch hiess.

Schon sein Vater trat in Kusatsu auf, nun wird der Schweizer Festivalmacher Michael Haefliger künstlerischer Berater am Kusatsu International Summer Music Academy & Festival.
Schon sein Vater trat in Kusatsu auf, nun wird der Schweizer Festivalmacher Michael Haefliger künstlerischer Berater am Kusatsu International Summer Music Academy & Festival. - Handout/Marco Borggreve

Das Kusatsu International Summer Music Academy & Festival gibt es seit 1980 und gilt als eine der renommiertesten Bildungseinrichtungen für klassische Musik in Asien. Im japanischen Kusatsu, umgeben von Bergen, will es Brücken bauen von der asiatischen zur europäischen Musiktradition. In seiner Sommerakademie finden Meisterkurse statt, am Festival wird vorwiegend Kammermusik von den Mentoren und jungen Talenten aufgeführt.

Für den langjährigen Intendanten des Lucerne Festival ist Japan kein Neuland. Er sei sicherlich schon über 60 Mal dort gewesen, schrieb Michael Haefliger auf Anfrage von Keystone-SDA. «Schon mein Vater, der Tenor Ernst Haefliger, hatte einen starken Bezug zu Japan und trat auch mehrmals in Kusatsu auf. Das hat mich geprägt.»

Das Festival in der Präfektur Gunma kenne er seit vielen Jahren. Ihn beeindrucke daran besonders «die grosse Ernsthaftigkeit und Hingabe zur klassischen Musik – kompromisslos und ohne Abstriche. Und das wohlgemerkt an einem touristischen Hotspot wie Luzern.»

Im Gegensatz zum Lucerne Festival, welches für Orchestermusik steht, dreht sich Kusatsu stark um Kammermusik. Aber auch das Kusatsu International Summer Music Academy & Festival verfügt über ein eigenes Festivalorchester. Dieses sei derzeit «zwar nicht mit dem Lucerne Festival Orchestra vergleichbar», so Haefliger. «Es besitzt jedoch zweifellos Entwicklungspotenzial.»

Als künstlerischer Berater will Haefliger das Festival mit seiner Vision, die er «Three Mountains Project» nennt, prägen. Idee sei es, die Standorte Takasaki, Kusatsu und Karuizawa strategisch künstlerisch zu schärfen. Während Kusatsu weiterhin das Zentrum der Akademie bleibt, sollen am Standort Takasaki Orchesterkonzerte aufgeführt und in Karuizawa neue Publikumsgruppen für die Kammermusik gewonnen werden, hiess es in der Mitteilung.

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