Luzerner Fasnacht: Böller in Menschenmenge geworfen – 21 Festnahmen
Die Luzerner Fasnacht verlief mehrheitlich friedlich und ohne Zwischenfälle. Insgesamt wurden 21 Personen, vor allem wegen Trunkenheit, festgenommen.

Die Luzerner Polizei war über alle rüüdigen Tage im ganzen Kantonsgebiet bei Tagwachen, Umzügen und weiteren Fasnachtsveranstaltungen stark präsent.
Allergrösstenteils verliefen alle Anlässe sehr friedlich und ohne nennenswerte Zwischenfälle. Dennoch musste vereinzelt durch die Polizei interveniert werden.
Über 200 Personenkontrollen wurden über die Fasnachtstage allein im Fasnachtsperimeter der Stadt Luzern durchgeführt und zahlreiche Streitigkeiten konnten geschlichtet werden, bevor sie eskalierten.
Über alle Fasnachtstage hinweg mussten zudem 21 Personen vorübergehen fest- oder in Gewahrsam genommen werden. Ein grosser Anteil erfolgte aufgrund von Trunkenheit (höchster Alkoholwert 1.84 mg/l), aber auch Hinderungen einer Amtshandlung, Drohungen usw. führten zu Festnahmen.
Postive Rückmeldung an die Polizei
Auch die Partnerorganisationen des Rettungsdiensts 144 sowie Samaritervereine und die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG, Feuerwehren und private Sicherheitsfirmen leisteten über die rüüdigen Tage zahlreiche Einsätze.
Erfreulich waren auch die zahlreichen positiven Rückmeldungen an die Polizei. Die stark sichtbare Präsenz im und um das Fasnachtstreiben wurde sehr geschätzt und gab den Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern ein hohes Sicherheitsgefühl.
Bewährt haben sich zudem die teils angepassten Sicherheitskonzepte mit den entsprechenden Massnahmen etwa zur Personenlenkung in der Stadt Luzern.
Im Nachgang an die Fasnacht werden die Sicherheitsmassnahmen zusammen mit den beteiligten Partnerorganisationen analysiert und gegebenenfalls weiter optimiert.
Kutscherin bei Unfall verletzt
Unzählige Fasnachtsumzüge und -events zogen in den Gemeinden ausserhalb der Stadt Luzern mehrere hunderttausend Fasnächtlerinnen und Fasnächtler an.
Alle Veranstaltungen verliefen sehr friedlich. Für die Vielzahl der Fasnachtsanlässe standen nebst der Polizei diverse lokale Feuerwehren und teilweise private Organisationen für Verkehrsdienste, Sperrungen und die Sicherheit generell im Einsatz.

Zu einem Zwischenfall kam es am Nachmittag des Güdisdienstags in Hochdorf. Bei der Besammlung zum Umzug scheuten die Pferde der Zunftkutsche. Eine Kutscherin wurde in der Folge von der Kutsche erfasst und verletzt.
Durch den Rettungsdienst 144 wurde sie ins Spital gebracht. Die Pferde konnten vor Ort wieder beruhigt und anschliessend abtransportiert werden. Ansonsten verlief der Umzug vor geschätzten 18'000 Zuschauern ohne Zwischenfälle.
Weniger Besucher wegen garstigen Wetter
Vom Schmutzigen Donnerstag bis zum Aschermittwoch waren in der Stadt Luzern zahlreiche Fasnächtlerinnen und Fasnächtler unterwegs. Nicht zuletzt aufgrund des garstigen Wetters waren es mit über 280'000 geschätzten Personen jedoch spürbar weniger als in anderen Jahren.
Am stärksten frequentiert war dabei der Wey-Umzug am Güdismontag mit geschätzten 45'000 Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern. Aber auch am Rüüdigen Samstag waren besonders viele Leute an der Fasnacht in der Stadt Luzern unterwegs.
Der Monstercorso zum Fasnachtsabschluss wurde von geschätzten 30’000 Menschen besucht – 22'000 feierten noch bis in die frühen Morgenstunden des Aschermittwochs in der Luzerner Altstadt.
Zeugenaufruf: Mann wirft Böller in die Menschenmenge
Ein 23-jähriger Schweizer wurde am Güdismontag, 16. Februar 2026, circa 22.10 Uhr, festgenommen, weil er auf dem Mühleplatz zwei Böller in die Menschenmenge geworfen hatte.
Er wurde durch anwesende Personen bis zum Eintreffen der Polizei zurückgehalten. Eine Fasnächtlerin wurde durch die Feuerwerkskörper verletzt. Eine Atemalkoholprobe beim Beschuldigten ergab einen Wert von 0.86 mg/l. Zudem trug er noch weitere Böller auf sich.

Die Luzerner Polizei sucht Zeugen oder Personen, welche durch die Böller verletzt wurden. Geschädigte sowie Personen, welche allenfalls Aufnahmen des Vorfalls haben, werden gebeten, sich via Telefon 041 248 81 17 zu melden.
Ansonsten konnte die Luzerner Polizei erfreulicherweise keine nennenswerten Vorfälle mit Feuerwerkskörpern an der Luzerner Fasnacht feststellen.












