E-Auto-Ziel verfehlt: Neuwagenverkäufe sind auf 25-Jahres-Tief
Der Schweizer Automarkt steckt in der Krise. Die Neuwagenverkäufe liegen auf einem 25-Jahres-Tief und auch die Elektromobilität stockt.

Das Wichtigste in Kürze
- 2025 wurden in der Schweiz rund 234’000 Neuwagen zugelassen.
- Der E-Auto-Anteil liegt bei 34 Prozent und damit klar unter dem Bundesziel.
- Der Branchenverband macht die Politik für die Entwicklung verantwortlich.
Der Absatz von Neuwagen ist in der Schweiz im vergangenen Jahr deutlich eingebrochen. Mit rund 234’000 Neuzulassungen wurde laut Branchenzahlen der tiefste Wert seit 25 Jahren erreicht.
Besonders unter Druck stehen klassische Verbrenner, doch auch der Absatz von Elektroautos bleibt hinter den Erwartungen zurück.
Der Marktanteil von E-Autos liegt derzeit bei rund 34 Prozent. Gemäss den Vorgaben des Bundes müssten es über 50 Prozent sein.
Strafzahlungen im dreistelligen Millionenbereich fällig
Weil dieses Ziel verfehlt wird, drohen der Branche Strafzahlungen im dreistelligen Millionenbereich. Für Peter Grünenfelder, Präsident des Branchenverbands «Auto-Schweiz», liegt die Verantwortung klar bei der Politik.
Im Interview mit SRF kritisiert er: «Der Staat schafft keinerlei Konsumanreize, um den Autokauf zu erleichtern.» Statt den Umstieg zu erleichtern, würden neue Abgaben diskutiert und bestehende Finanzierungsmodelle infrage gestellt.
80 Milliarden werden pro Jahr in neue Technologien investiert
Gleichzeitig betont Grünenfelder, dass die Branche an die Zukunft der Elektromobilität glaube. «Wir investieren europaweit 80 Milliarden Euro pro Jahr in neue Technologien, darunter E-Mobilität», so der Präsident.

Als zentrale Hürden nennt er die Alltagstauglichkeit von E-Autos, insbesondere für Mieterinnen und Mieter, sowie den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Auch die Strompreise spielten eine entscheidende Rolle.
Positiv entwickelt sich hingegen der Markt für Occasionen, der laut «Auto-Schweiz» an Bedeutung gewinnt und mittelfristig zur Stabilisierung beitragen könnte.













