Drei Monate U-Haft für Verdächtigen im Brandfall Thusis angeordnet
Gegen eine Person ist im Zusammenhang mit dem Brand in Thusis eine dreimonatige Untersuchungshaft angeordnet worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Graubünden auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Beim Brand in Thusis GR am 21. August kamen vier Menschen ums Leben. Am 26. August ordnete das Zwangsmassnahmengericht Graubünden gegen eine Person wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung und mehrfacher fahrlässiger Körperverletzung Untersuchungshaft an.
Wie die Staatsanwaltschaft Graubünden gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA nun festhielt, befindet sich die Person weiterhin in Untersuchungshaft. Diese sei vorderhand für drei Monate angeordnet worden. Weitere Auskünfte kann die Staatsanwaltschaft dazu aber nicht machen.
Gemäss der Schweizerischen Strafprozessordnung wird Untersuchungshaft angeordnet, wenn die beschuldigte Person dringend verdächtigt wird, ein Verbrechen oder Vergehen begangen zu haben, und zu befürchten ist, dass sie sich dem Strafverfahren oder der zu erwartenden Sanktion entzieht, Personen beeinflusst oder Beweismittel verfälscht oder beseitigt oder die Sicherheit anderer erheblich gefährdet, indem sie weitere schwere Straftaten begeht.
Vier Todesfälle und sechs Verletzte
Beim Brand kamen eine 32-jährige Portugiesin, ein 35-jähriger und ein 44-jähriger Rumäne sowie ein 57-jähriger Bulgare ums Leben. Ausserdem wurden beim Brand sechs Personen verletzt.
Das Feuer war gemäss Angaben der Kantonspolizei Graubünden am 21. August kurz nach Mitternacht im zweiten Stock des Gebäudes ausgebrochen. 14 Personen konnten sich – teilweise mit Verletzungen – in Sicherheit bringen.
Im Erdgeschoss des vom Brand betroffenen Hauses befand sich ein Restaurant, in den drei darüber liegenden Stockwerken kleine Studios.










