Stadt Zürich

    Direktor: Deshalb verfüttern wir tote Tiere im Zoo

    Anna Mikulics
    Anna Mikulics

    Zürich,

    Der Zoo Zürich hat drei seiner Erdmännchen an die Hyänen im Zoo verfüttert. Dies geschah, weil aufgrund der Grösse der Gruppe Rivalitäten entstanden wären.

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    Erdmännchen im Zürcher Zoo. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In grossen Gruppen von Erdmännchen entstehen häufig soziale Spannungen.
    • Weil sich die Tiere im Zürcher Zoo stark fortgepflanzt haben, musste man eingreifen.
    • Drei Erdmännchen wurden getötet und an die Hyänen verfüttert.
    • Das war die letzte Option, betont der Zoodirektor.

    Im Zoo von Zürich gibt es eine Erdmännchen-Gruppe, die bedeutend gewachsen ist. Wie bei wilden Erdmännchen ist auch in der zoologischen Anlage die Gruppenstruktur gegeben: Wenn die Familie zu gross wird, entstehen soziale Spannungen und Revierkämpfe.

    In der Wildnis würden die schwachen und verstossenen Tiere abwandern oder Fressfeinden zum Opfer fallen.

    Doch in Zürich sah sich die Verantwortungsgemeinschaft des Zoos, bestehend aus Zoodirektor, Kuratoren, Tierärztinnen und Tierpflegepersonal, zur Kontrolle der Tierpopulation gezwungen.

    Tötung der Erdmännchen war letzte Option

    Die Gruppe habe ihre Kapazitätsgrenze erreicht und eine Vergrösserung hätte die bereits bestehenden Spannungen eskalieren lassen, schreibt das SRF.

    Welcher Zoo ist besser?

    Unter Berücksichtigung der sozialen Struktur und des allgemeinen Wohlbefindens der Tiere wurden letztlich drei der älteren Erdmännchen getötet. Anschliessend wurden diese den Hyänen des Zoos vorgesetzt.

    Die Tötung war die letzte Option. Üblicherweise würden sie versuchen, die «Tiere zu platzieren», sprich sie in einen anderen Zoo weiterzuvermitteln. Es hätte für die Erdmännchen jedoch keine Möglichkeit hierfür gegeben, sagt Zoodirektor Severin Dressen gegenüber SRF.

    Verwertung statt Vernichtung

    Dressen erklärt weiter, warum die Erdmännchen an die Hyänen verfüttert wurden. «Wir haben fleischfressende Tiere und für sie brauchen wir Tiere zum Verfüttern.»

    severin dressen zoodirektor zürich
    Die Tierschutzorganisation Peta hat nun eine Strafanzeige gegen Zoodirektor Severin Dressen angekündigt. - keystone

    «Wenn wir unsere eigenen Tiere verfüttern, dann wissen wir bis zu einem gewissen Punkt: Diese Tiere hatten ein extrem gutes Leben. Wir wissen auch, dass die Qualität des Fleisches sehr gut ist», erläutert Dressen.

    Zudem sind die kurzen Transportwege aus ökologischer Sicht nicht zu vernachlässigen und die Verfütterung ganzer Tiere stellt eine sinnvolle und artgerechte Beschäftigung für die Fleischfresser im Zoo dar.

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    Kommentare

    User #1851 (nicht angemeldet)

    Hört auf in den Zoo zu gehen! Tiere werden grundlos eingesperrt, zur Schau gestellt, gequält,… Kauft euch ein Kinderbuch mit Tierzeichnungen!! Oder möchtet ihr etwa eingesperrt leben? Vegan leben anstatt Tiere quälen. Punkt.

    User #2713 (nicht angemeldet)

    Hab Artikel nicht gelesen weiter, erwarte auch keine wirkliche Info hier. Aber Schade wenn das mit den Titel nur so ist. Früher haben se noch Gebrauchbares an Restaurants verkaufen können und dann da die Kasse für den Zoo etwas aufbessern können.

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