Ombudsstelle der Stadt Luzern stösst an ihre Grenzen
Die Ombudsstelle der Stadt Luzern verzeichnet einen Anstieg von Ratsuchenden und stösst an ihre Grenzen.

Die Ombudsstelle der Stadt Luzern hat im vergangenen Jahr erneut eine Zunahme an Fällen von Ratsuchenden verzeichnet. Die unabhängige Anlaufstelle für Anliegen und Beschwerden zur Stadtverwaltung stösst gemäss Mitteilung an die Grenzen ihrer personellen Ressourcen.
Im Jahr 2024 habe die Ombudsstelle 109 Fälle behandelt, schrieb die Stadt Luzern am Dienstag in einer Mitteilung. Das sei eine Zunahme um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Zudem erhielten 333 Personen eine Kurzauskunft, was einen Anstieg um 21 Prozent bedeute.
Ein möglicher Grund für die Zunahme sei, dass die angespannte gesellschaftliche Lage bei vielen Personen zu mehr Stress und Überforderung führe, hiess es in der Mitteilung weiter. Bei Konflikten mit der Stadtverwaltung würden sich betroffene Bürgerinnen und Bürger schneller Unterstützung suchen.
Gesellschaftliche Spannungen als Ursache?
Wie in den Vorjahren betrafen die meisten Fälle aus der Bevölkerung die Sozial- und Sicherheitsdirektion. Dabei standen Fragen, Unsicherheiten und Beschwerden zur Sozialhilfe sowie zur Zusammenarbeit mit Beistandspersonen und der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde im Fokus.
Aufgrund der steigenden Arbeitslast würden sich die personellen Ressourcen von 110 Stellenprozent als unzureichend erweisen, schrieb die Stadt weiter. Deshalb beantrage die Ombudsstelle beim Grossen Stadtrat zusätzliche 30 Stellenprozente.