Dank der Tankstellen hat der Schweizer Detailhandel im Juni mehr umgesetzt als im 2021. Vor allem im Nicht-Lebensmittelbereich kauften die Schweizer mehr.
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Eine Kassiererin des Detailhändlers Coop scannt die Ware. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/ADRIAN REUSSER
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Umsatz des Schweizer Detailhandels hat im Vergleich zum Vorjahresmonat zugelegt.
  • Im Juni nahmen die Umsätze um 3,2 Prozent zu.

Der Schweizer Detailhandel hat im Juni 2022 mehr umgesetzt als im entsprechenden Vorjahresmonat.

Vor allem im Nicht-Nahrungsmittelsektor klingelten die Kassen. Konkret stiegen die um Verkaufs- und Feiertagseffekte bereinigten Detailhandelsumsätze im Berichtsmonat nominal um 3,2 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. Preisbereinigt, also real, stiegen die Umsätze allerdings nur um 1,2 Prozent. Die reale Entwicklung berücksichtigt die Teuerung.

Ein guter Teil der Umsatzzunahme fiel auf den Detailhandel an den Tankstellen, was mit dem höheren Benzinpreis zu erklären ist. Der Treibstoffumsatz allein stieg im Juni zum Vorjahr gemäss den BFS-Angaben nämlich um 32,8 Prozent (real -1,6%).

Detailhandel migros
Eine Frau kauft im Migros ein. - Keystone

Ohne die Tankstellenumsätze legte der Schweizer Detailhandel nominal um 1,8 Prozent zu, wobei der Nicht-Nahrungsmittelsektor ein nominales Plus von 3,4 Prozent registrierte (real +1,8%). Gefragt waren etwa Sportausrüstungen und Spielwaren sowie Informations- und Kommunikationstechnik.

Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verbuchte dagegen nur ein kleines Umsatzplus von 0,2 Prozent.

Bei den saisonbereinigten Werten zum Vormonat stagnierte der Detailhandel: Die Umsätze legten nominal wie preisbereinigt um 0,1 Prozent zu. Der Detailhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verzeichnete ein Plus von 0,6 Prozent, während der Nicht-Nahrungsmittelsektor um 1,6 Prozent schrumpfte.

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