Der August 2025 ist der achtwärmste seit Messbeginn
Der August 2025 zählt zu den acht wärmsten Monaten seit Messbeginn im Jahr 1864.

Der August 2025 war der achtwärmste seit Messbeginn im Jahr 1864. Die Schweizer Mitteltemperatur lag gemäss einer vorläufigen Bilanz von Meteoschweiz 1,2 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020.
Berücksichtige man die Prognosen für das Wochenende, liege die gemittelte Monatstemperatur im August bei 15,6 Grad, schrieb das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) am Freitag in seiner Monatsbilanz.
Zum Vergleich: Den bisher wärmsten August gab es im Hitzesommer 2003. Damals betrug die Monatsmitteltemperatur 17,9 Grad. Ähnliche Temperaturabweichungen wie dieses Jahr wurden in den Jahren 2012, 2015 und 2023 registriert.
Grösste Abweichung im Wallis
Dabei war der August überall im Land überdurchschnittlich warm, wie es weiter hiess. Die grösste Abweichung wurde dabei im Wallis gemessen. In Grächen war es im Vergleich zur Referenzperiode um 2,3 Grad zu warm, in Zermatt um 2,2 Grad.
In Zollikofen bei Bern betrug die Abweichung +1,5 Grad, in Zürich-Fluntern +1,2 Grad und in Binningen bei Basel +1,0 Grad. Die kleinsten Abweichungen wurden im Engadin registriert. In Scuol GR beispielsweise war es 0,6 Grad wärmer als im langjährigen Mittel.
Der globale Klimawandel und seine Auswirkungen
Der globale Klimawandel zeige sich auch an den August-Zahlen für die Schweiz, hielt Meteoschweiz fest. «Die Monatstemperatur war für den aktuellen Klimazustand nicht aussergewöhnlich. Dies, obschon der Monat mit Rang 8 zu den wärmsten seit Messbeginn 1864 gehört.»
Dies zeige eindrücklich, wie stark sich das Klima verändert habe, so Meteoschweiz. Der Anstieg der Temperaturen im Vergleich zu den Jahren 1871 bis 1900 sei signifikant: «Die Monatsmitteltemperatur im August ist in den letzten gut 140 Jahren um 3,4 Grad (2,4 bis 4,4 Grad) gestiegen.»
Ein uneinheitliches Bild ergibt sich gemäss dem Bundesamt, was den Regen angeht: In der Nordschweiz und im Südtessin wurden überdurchschnittliche Niederschlagsmengen gemessen. Im Westen, im Wallis und am Alpennordhang legen die Niederschlagsmengen dagegen unter dem Durchschnitt der Periode 1991-2020.
Meteoschweiz zog am Freitag auch Bilanz über den ganzen Sommer: Der Sommer 2025 zählt demnach zu den sieben wärmsten seit Messbeginn. Die Hitze im Juni und August sei allerdings von einem – zumindest im Vergleich zu den Vorjahren – weitgehend nassen und eher kühlen Juli unterbrochen worden.
Die Sommertemperatur in der Schweiz
«Die Julitemperatur war verbreitet im Bereich der Referenzperiode 1991-2020, in den östlichen Voralpen und Alpen leicht unter dem Durchschnitt», erläuterte das Bundesamt.
Das landesweite Mittel der Sommertemperatur betrage Stand Freitag 15,4 Grad, hiess es: «Damit liegt der diesjährige Sommer momentan 1,6 Grad über dem Referenzwert 1991–2020 und gleichauf mit dem letztjährigen Sommer.»
Die Summe der Sonnenscheindauer von Juni bis August lag gemäss dem entsprechenden Blogeintrag beidseits der Alpen flächendeckend über dem Durchschnitt und erreichte Werte zwischen 100 und 120 der Referenzperiode 1991-2020. Die Sonnenscheindauer im Juli sei allerdings schweizweit unterdurchschnittlich gewesen.