Das Kleinbasel feiert einen sonnigen Vogel Gryff
Eine Kleinbasler Traditionsfeier mit Wurzeln bis ins Mittelalter hat am Dienstagmorgen begonnen: Vogel Gryff, Leu und Wild Maa trafen sich bei strahlendem Wetter am Rheinbord, um durch die Strassen zu tanzen.

Wie es der Brauch will, startete der «höchste Kleinbasler Feiertag» um 10.30 Uhr mit der Flossfahrt des Wild Maa. Begleitet von Böllerschüssen und Trommelwirbeln vollführte er auf zusammengebundenen Weidlingen seine Tänze. Dies stets mit dem Tannenbaum in der Hand und mit dem Rücken zum Grossbasel gekehrt. Mit an Bord als Gast war unter anderem die Basler Regierungsrätin Esther Keller (GLP).
Beim Kleinen Klingental ging der wilde Kerl an Land, wo er auf die anderen beiden «Tiere» der drei Kleinbasler Ehrengesellschaften (3E) traf, den Vogel Gryff und den Leu. Die drei Kostümierten machten sich auf den Weg durch die Strassen des Kleinbasels, um in Begleitung von Tambouren und Bannerherren weiterzuziehen. Eine Kinderschar jagte dem Wild Maa hinterher, um dessen Äpfel zu ergattern.
Der Vogel Gryff 2026 steht unter dem Zeichen der Ehrengesellschaft zum Rebhaus. Als Vorsitzender Meister amtet dieses Jahr Samuel Müller. Er wird am Bankett der 3E, dem Gryffemähli, seine erste Meisterrede halten.
Das Spiel der 3E hat noch ein strenges Programm vor sich. Insgesamt zeigt es 46 Tänze an über 37 Orten. Der letzte öffentliche Auftritt findet um 22.55 Uhr im Restaurant Du Pont statt, bevor es dann zum Schlusstanz für die Angehörigen und Mitglieder der Ehrengesellschaften geht.






