Das «Dock8» in der Berner Siedlung Holliger ist Restaurant und Beratungsstelle. Der Betriebsleiter und eine Berner Gemeinderätin an der Eröffnung im Interview.
Das ganze Interview mit Olivier Truttmann, Betriebsleiter von Dock8. - Nau.ch/Aydemir Hüseyin

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Berner Restaurant Dock8 ist zugleich eine Beratungsstelle.
  • Im Nau-Gespräch erzählt Betriebsleiter Olivier Truttmann, was ihn am Projekt begeistert.
  • Auch Berner Gemeinderätin Franziska Teuscher (GB) freut sich über das «läbige Projekt».

Das Zentrum 44 ist seit Februar das «Dock8». Das Restaurant zog vom Wyler an die Holligerstrasse 8. Es soll ein Ort zum Andocken, Ankern und Teilhaben sein, zugänglich für alle.

«Das ‹Dock8› ist ein Gastronomiebetrieb mit sozialem Gedanken», sagt Olivier Truttmann, der Betriebsleiter von «Dock8». Es solle ein Ort sein «analog einer Quartierbeiz, wo jedermann Zugang hat». Laut Truttmann stiess das Projekt schon am alten Ort auf viel Resonanz.

Durch Spenden von Gästen, Kirchen und Stadt ermöglicht

Niemand muss konsumieren. Leute, die kein Geld haben, werden durch die anderen Gäste unterstützt. Truttmann: «Sie können mithelfen in Form eines Beitrags zum Soli-Menü oder indem sie ein Soli-Kaffee spenden.»

Es sei schön, dass in Bern so etwas möglich sei, durch Mitfinanzierung der Stadt Bern und der Kirchen. Für Truttmann nicht selbstverständlich, aber es «ist ein gesellschaftlich sehr schönes Symbol».

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Im «Dock8» sind alle willkommen, das Team ermöglicht Gastronomie für jedermann. - Nau.ch/Aydemir Hüseyin

«Dock8» ist mehr als ein Restaurant, es ist ein Ort für niederschwellige Beratung. Der soziale Verein Wohnen Bern bietet Wohnbegleitung und psychosoziale Beratungan und ist unter demselben Dach zu Hause. «Menschen haben Platz, wo sie aufgefangen werden können, sie kommen rein, ohne stigmatisiert zu werden und können Beratung empfangen.»

Wie sich Olivier Truttmann die Zukunft vorstellt: «Ich wünsche mir einen Ort, der offen ist für alle. Und wo jeder seinen Teil reinbringt und Ideen verwirklicht.»

Berner Gemeinderätin Fan von «Dock8»

Auch Berner Gemeinderätin Franziska Teuscher (GB) ist begeistert von dem «schönen, läbigen Projekt, das hier starten kann». Es ist ihr besonders wichtig, dass es ein Ort sei, wo man beraten werde.

«Die Pandemie hat uns gezeigt, dass der Bedarf gross ist. Dass es auch in Bern Leute gibt, die auf der Schattenseite leben.» Es sei gut, dass es so niederschwellige Projekte gäbe, wohin sich die Leute wenden können.

Das ganze Interview mit Franziska Teuscher (GB), Gemeinderätin der Stadt Bern. - Nau.ch/Aydemir Hüseyin

Um eine Stadt für alle zu sein, «braucht es Leute, die sich engagieren. Und die Stadt, die sich engagiert», so Teuscher. Sie ist zuständig für Soziales in der Stadt Bern: «Wir können kleine Projekte starten, die für die betroffenen Menschen eine grosse Wirkung haben.»

Teuscher weiter: Die Politik schaffe den Rahmen, «das Lebendige in der Gesellschaft schaffen die Leute».

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