Ein 30-Jähriger soll mit falschen Angaben einen Corona-Notkredit erschlichen haben. Er erhielt 80'000 Franken, muss sich aber nun vor Gericht verantworten.
Dietikon
Ein Mann steht vor Gericht, weil er mit falschen Angaben einen Corona-Kredit erhalten hat. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein 30-Jähriger steht wegen Corona-betrugs vor Gericht.
  • Er soll sich einen Notkredit über 80'000 Franken erschlichen haben.
  • Seinem Unternehmen wären nur 1500 Franken zugestanden.

Am Bezirksgericht Dietikon wird heute Dienstag der erste Corona-Betrugsfall im Kanton Zürich behandelt. Ein 30-Jähriger soll sich mit falschen Angaben einen raschen Corona-Notkredit erschlichen haben. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine bedingte Freiheitsstrafe von einem Jahr.

Der Mann hatte angegeben, mit seinem Unternehmen im Jahr 2019 einen Umsatz von 800'000 Franken gemacht zu haben. Er erhielt in der Folge unbürokratisch einen Kredit über 80'000 Franken.

Das waren gemäss Anklageschrift aber falsche Angaben. Effektiv soll er lediglich 15'000 Franken umgesetzt haben. Damit hätte er Anrecht auf einen Betrag von nur 1500 Franken gehabt. Mit einem Teil des erhaltenen Geldes soll der Mann private Schulden sowie Krankenkassenprämien bezahlt haben.

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