Chirurg fälschte bei OPs an Crans-Opfern Dokumente

    Laurin Zaugg
    Laurin Zaugg

    Lausanne,

    Wegen eines internen Berichts entdeckte die Leitung des Unispitals Lausanne (CHUV), dass einer seiner Chirurgen medizinische Dokumente gefälscht hatte.

    CHUV
    Ein Chirurg des Unispitals Lausanne steht vor Gericht. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Universitätsspital Lausanne (CHUV) wurde ein Chirurg suspendiert.
    • Dieser hatte im Zusammenhang mit Operationen an Crans-Montana-Opfern Dokumente gefälscht.
    • Er setzte bei Operationsberichten seinen Namen darunter, bei denen er nicht anwesend war.

    Aufgrund einer internen Meldung hat die Leitung des Unispitals Lausanne (CHUV) festgestellt, dass einer ihrer Chirurgen medizinische Unterlagen gefälscht hat. Wie die RTS erfahren hat, wurde dieser leitende Arzt vom Dienst suspendiert und bei der Waadtländer Justiz angezeigt.

    Die Vorfälle ereigneten sich in der Abteilung für plastische und rekonstruktive Chirurgie. Dort wurden auch erwachsene Patienten mit schweren Verbrennungen aus Crans-Montana operiert.

    Es handelt sich um eine CHUV-Abteilung, die seit der Brandkatastrophe von Crans-Montana rund um die Uhr im Einsatz ist.

    Unispital Lausanne
    Im Universitätsspital Lausanne hat ein Chirurg im Zusammenhang mit Operationen an Crans-Montana-Opfern gepfuscht. - keystone

    In den letzten Monaten hat die Abteilung für plastische und rekonstruktive Chirurgie des Waadtländer Spitals mehr als 130 Operationen durchgeführt. Dies an etwa zwanzig erwachsenen Patienten mit schweren Verbrennungen. Dabei wurde der Rest ihrer Tätigkeit so gut wie möglich aufrechterhalten.

    Ein anstrengender medizinischer Marathon, in dessen Verlauf ein Chirurg administrativ ins Straucheln geriet. Wie RTS erfuhr, hat einer der leitenden Ärzte der Abteilung für plastische und rekonstruktive Chirurgie Operationsberichte mit seinem Namen unterzeichnet. Dabei war er im Operationssaal nicht anwesend.

    Nach dem aktuellen Stand der Recherchen von RTS betrifft die Fälschung offenbar nur den Namen dieses leitenden Chirurgen. Derzeit sei nur eine geringe Anzahl von Operationsprotokollen betroffen. Alle übrigen Informationen in diesen Dokumenten seien korrekt.

    «Alle Eingriffe wurden von kompetenten Fachärzten durchgeführt»

    Von der RTS befragt, möchte Claire Charmet, Generaldirektorin des CHUV, vor allem den operierten Patienten versichern: «Alle Eingriffe wurden von kompetenten Fachärzten durchgeführt. Die Qualität der Versorgung steht daher nicht in Frage.»

    Was den unredlichen leitenden Chirurgen betrifft, bestätigt Claire Charmet: «Aufgrund einer anonymen Meldung haben wir eine diskrete Untersuchung durchgeführt, um den Sachverhalt zu überprüfen. Wir haben tatsächlich festgestellt, dass sich ein Chirurg als Erstoperateur für Eingriffe eingetragen hatte, an denen er nicht teilgenommen hatte.»

    Beschäftigt dich die Brandkatastrophe in Crans-Montana noch immer?

    Ein Verhalten, das Claire Charmet als «verwerflich gegenüber den Versicherern» bezeichnet. «Da dies bedeuten würde, dass sich die Abrechnung dadurch ändern könnte.» Das sei jedoch nicht geschehen, da das Spital die Abrechnung dieser Fälle blockiert hätte.

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    Kommentare

    User #6219 (nicht angemeldet)

    "in dessen Verlauf ein Chirurg administrativ ins Straucheln geriet". Er hat beschissen und sich wahrscheinlich an den Opfern von CM bereichert!

    User #5944 (nicht angemeldet)

    Woher stammt es denn?

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