Bürgermusik Mörschwil will Blasmusik-Fieber importieren

«Viera Blech», «Fihuspa» und viel weitere Blasmusik vor einer Bodensee-Kulisse: In Mörschwil SG findet am Wochenende vom 20. und 21. Juni 2026 das erste Ostschweizer Blasmusik-Openair statt. Die Organisatoren rechnen mit 1500 Besucherinnen und Besuchern. Mit dem Openair wollen sie zeigen, wie vielfältig Blasmusik heute klingt.

Sie wollen mit dem ersten Blasmusik-Openair der Ostschweiz begeistern: die Bürgermusik Mörschwil.
Sie wollen mit dem ersten Blasmusik-Openair der Ostschweiz begeistern: die Bürgermusik Mörschwil. - Bild: Bürgermusik Mörschwil

Dass Blasmusik sich neu interpretiert, ist mindestens seit dem mittlerweile bestens bekannten «Woodstock der Blasmusik» in Österreich kein Geheimnis mehr. Die Bürgermusik Mörschwil versucht sich im Kleinen am Experiment und organisiert, das, laut eigener Angabe, erste Blasmusik-Openair der Ostschweiz.

Die Idee zu einem solchen Openair sei schon länger in den Köpfen vieler Musikantinnen und Musikanten der Bürgermusik Mörschwil herumgegeistert. Und tatsächlich nennt Noemi Oesch, OK-Mitglied und verantwortlich für die Medien, auf Nachfrage von Keystone-SDA das «Woodstock der Blasmusik» als Inspirationsquelle. Einige der Vereinsmitglieder pilgern jeweils sogar ins Innviertel nach Österreich und geniessen dort das «Blasmusik-Fieber», wie sie sagt.

«Die Begeisterung in Deutschland und Österreich für die Blasmusik bewegt sich bisher auf einem ganz anderen Niveau als bei uns», sagt Oesch. «Wir wollen das Fieber in die Ostschweiz bringen.» Ziel sei, Werbung für die Blasmusik-Szene zu machen und aufzuzeigen, dass Blasmusik vielseitig sei und mit rockigen Gitarrenklängen oder Technobeats daherkommen könne.

Das Openair in Mörschwil setze mit seinem vielfältigen Programm und bekannten Formationen neue Akzente in der Blasmusikszene, heisst es deshalb in einer vorgängigen Medienmitteilung. «Wir möchten die Vielfalt der Blasmusik präsentieren und gleichzeitig ein Fest für Musikvereine, Musikfans, Dorf und Neugierige aus der Region schaffen.»

Braucht es vor der Sommerferienzeit noch einen weiteren musikalischen Anlass? «Unsere Hauptzielgruppe sind Musikvereine aus der Region. Viele haben am Eidgenössischen Musikfest teilgenommen», sagt Noemi Oesch. Jetzt sei «Ständli-Saison». «Wir wollen mit Blasmusik-Vibes in den Sommer starten und denken, dass ein grosser Blasmusik-Anlass vor den Sommerferien passend ist.»

Und wie schwierig war es, für die erste Ausgabe des Openairs Formationen zu finden? Als klar gewesen sei, dass es 2026 stattfinden sollte, sei der erste Schritt gewesen, die Bands anzufragen. «Wir waren frühzeitig dran und buchten die Haupt-Acts bereits vor gut anderthalb Jahren.»

Musikvereine oder kleinere Formationen zu finden, die während des Tages spielen, sei dann einfach gewesen. Insgesamt sind am nächsten Wochenende 24 Formationen mit von der Partie. «Einige Musikvereine haben bereits angefragt, um im Folgejahr dabei zu sein.» Das Interesse sei gross.

Ob es ein «Folgejahr» aber überhaupt geben wird, lassen die Organisatoren noch offen. Erst einmal soll die erste Auflage gut über die Bühne gehen.

Das Openair findet in der Nähe von Schloss Watt in Mörschwil statt, einem Gelände, das zu Fuss gut erreichbar sei, wie die Organisatoren betonen. Start ist am Samstagvormittag. Ab 10.30 Uhr ist das Areal offen. Zehn Musikvereine «aus nah und fern» treten auf.

Daneben stehen verschiedene Aktivitäten wie Bierdegustationen, Jodelkurse, Spiel und Spass für Familien sowie der erste Mörschwiler Tubalauf auf dem Programm, bevor ab 18 Uhr die Hauptacts auf der Bühne stehen, nämlich die Blasmusikformation «Viera Blech» aus Tirol, die Ostschweizer Formation «Fihuspa», die Rheintaler Brass-Rock-Band «LUTZ!» sowie «Erwin & Edwin», die elektronische Musik und Blasmusik verbinden.

Am Sonntag werden zum «Jugendmusiktag» 500 Jugendliche aus verschiedenen Jugendmusikvereinen erwartet. Nach Frühschoppenkonzerten am Vormittag gibt es eine gemeinsame Darbietung von «Partyplanet» der «Fäaschtbänkler» auf dem Programm – ein «Gänsehautmoment», wie Noemi Oesch meint – gefolgt von einem Konzert der Band «LUTZ!».

Erwartet werden am Samstag etwas mehr als 1500 Personen. Durchgeführt wird das erste Blasmusik-Openair der Ostschweiz bei jeder Witterung. Das zu erwartende gute und heisse Wetter über das Wochenende dürfte da gute News sein. «Die Wetteraussichten sind top», sagt Noemi Oesch. Das OK habe vorgesorgt: «Sonnencreme ist vorhanden, und praktisch alle Sonnenschirme der Gemeinde befinden sich auf dem Gelände.»

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Kommentare

User #6362 (nicht angemeldet)

Jesses Gott! Ist das spannend!

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