Kanton St. Gallen setzt Reform der gymnasialen Maturität um
An den Kantonsschulen Sargans, Wil und am Burggraben St. Gallen startet auf den Schuljahresbeginn hin das Projekt «Gymnasium der Zukunft». Unter anderem werden Fächer interdisziplinär unterrichtet und die Wahlmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler erweitert.

Hinter der Reform steht das Projekt «Gymnasium der Zukunft», mit dem der Kanton St. Gallen die nationale Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität umsetzt, wie der Kanton am Freitag in einer Mitteilung schreibt. Damit sei er «weiter fortgeschritten als die meisten anderen Kantone». Der Kanton erneuere damit seine gymnasiale Bildung so grundlegend wie letztmals in den 1990er-Jahren.
Fächer werden verbunden
Laut Mitteilung gliedert sich das Projekt in drei Teilbereiche: neue Lehr- und Lernformen, die Rahmenbedingungen des gymnasialen Unterrichts mit Stundentafel und Lehrplan sowie die Schnittstellen zur Oberstufe und zu den Hochschulen.
Der Kanton weist auf mehrere Neuerungen hin, etwa die künftig interdisziplinär gestalteten «Halbtages-Sequenzen», in denen Fächer, die bisher getrennt unterrichtet wurden, verbunden werden, oder das neue Fach «Grundlagen für reflektiertes Denken».
Gymnasien bleiben «fächerorientiert»
Weiter erhalten die Schülerinnen und Schüler mehr Wahlmöglichkeiten gemäss ihren Interessen. Am «fächerorientierten Charakter des Gymnasiums», der zentral für die Anschlussfähigkeit an die Hochschulen sei, ändere sich aber nichts.
Im Schuljahr 2026/27 starten nach Angaben des Kantons insgesamt 1065 neue Gymnasiastinnen und Gymnasiasten, 716 davon nach neuem Recht. Gesamthaft zählen die sechs St. Galler Mittelschulen rund 5000 Schülerinnen und Schüler.






