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    Bundesrat beharrt auf fünf Prozent Verzugszins

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Der Verzugszins für säumige Schuldner soll in der Schweiz weiterhin fix fünf Prozent betragen. Der Bundesrat hat sich gegen den variablen Zinssatz entschieden.

    Verzugszins Satz fix
    Der Verzugszinssatz bleibt weiterhin fix. - Pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der fixe Zinssatz bleibt nach der Entscheidung des Bundesrats bei Zahlungsverzug bestehen.
    • Laut ihm könnte die Senkung des Zinssatzes zu einer geringeren Zahlungsmoral führen.

    Der Bundesrat hat sich gegen einen variablen Zinssatz entschieden: Der geltende fixe Verzugszins sei in der schweizerischen Rechtstradition fest verankert. Er habe sich seit vielen Jahren bewährt, teilte der Bundesrat am Mittwoch mit.

    Angesichts des gestiegenen Zinsniveaus falle auch die ursprüngliche Begründung der Revision weg. Danach stelle ein Verzugszins von fünf Prozent für viele Unternehmen eine grosse finanzielle Zusatzbelastung dar.

    Zahlungsmoral soll nicht geschwächt werden

    Für den Bundesrat habe der Verzugszins nicht nur das Ziel, einen Gläubiger oder eine Gläubigerin für verspätete Zahlung zu entschädigen. Ein Verzugszins solle auch säumige Schuldnerinnen und Schuldner dazu bewegen, offene Verpflichtungen möglichst schnell zu begleichen.

    «Der Bundesrat will verhindern, dass mit einer Senkung des Verzugszinses gleichzeitig die Zahlungsmoral geschwächt wird.» Den Parteien steht es aber frei, einen anderen Verzugszinssatz zu vereinbaren oder ihn ganz auszuschliessen.

    Verzugszins Satz
    Der variable Verzugszins wurde von Fabio Regazzi vorgeschlagen. - keystone

    Die Forderung nach einem flexiblen Verzugszins geht auf eine parlamentarische Initiative von Nationalrat Fabio Regazzi (Mitte/TI) zurück. Hintergrund war das tiefe Zinsniveau. Nach mehreren Debatten in Parlament und Kommissionen setzte sich eine Variante durch, welche auf dem Schweizer Referenzzinssatz Saron basiert.

    Der Mindestzinssatz muss gemäss dem Gesetzesentwurf der Kommission für Rechtsfragen des Nationalrats (RK-N) mindestens zwei Prozent betragen.

    In der Vernehmlassung stellten sich gemäss der Mitteilung vier von fünf Parteien hinter den Gesetzesentwurf. Eine Mehrheit der Kantone sowie Vertreter der Wirtschaft hätten die Revision aber mehrheitlich abgelehnt. Als nächstes werden die beiden Parlamentskammern den Entwurf diskutieren.

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