Bund will Missbrauchsbekämpfung bei Kurzarbeit intensivieren

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Der Bund will stärker gegen Missbräuche bei der Kurzarbeit vorgehen. Konkret habe das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) seine Kapazitäten in diesem Bereich verdreifacht, heisst es in einer Mitteilung vom Montag.

    Kurzarbeit Covid-19-Gesetz
    Gesuche um Kurzarbeitsentschädigungen stapeln sich. (Themenbild) - sda - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

    Seit Anfang Juni 2021 stünden nämlich die geplanten zusätzlichen externen Revisoren zur Verfügung, so die Mitteilung weiter. Von März bis Mai seien rund 40 externe Personen geschult worden und seien nun in der ganzen Schweiz einsatzfähig.

    Bis Ende Mai 2021 sind beim Seco laut den Angaben rund 900 Missbrauchsmeldungen eingegangen, die vordringlich behandelt werden. Und bis zu diesem Zeitpunkt seien 131 sogenannte Arbeitgeberkontrollen durchgeführt worden. In 10 Prozent der Fälle sei ein Missbrauch nachgewiesen und Strafanzeige gestellt worden.

    Vor einer Woche hatte sich die Eidgenössische Finanzkontrolle beunruhigt über die steigende Zahl von Missbrauchsmeldungen bei der Kurzarbeitentschädigung gezeigt. «Ich bin schockiert von der Anzahl an Beanstandungen, Fehlern und Missbräuchen», sagte damals Direktor Michel Huissoud gegenüber Radio SRF.

    Das Seco liess den Vorwurf schon damals nicht auf sich sitzen. Die Kontrollen würden wie geplant stattfinden und noch ausgebaut werden, hiess es.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Jucker
    291 Interaktionen
    «Zeichen setzen»
    Rahul Sahgal Rudolf Minsch
    69 Interaktionen
    US-Demokraten-Sieg

    MEHR AUS STADT BERN

    YB Seoane
    54 Interaktionen
    Nach Schiri-Fehlern
    2 Interaktionen
    Bern