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Bund wählt ein Schweizer Abwehrsystem gegen Mini-Drohnen

Keystone-SDA
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Bern,

Die Schweizer Armee kauft für 3,5 Millionen Franken Mini-Drohnen-Abwehrsysteme als Sofortmassnahme gegen die zunehmende Zahl von Drohnensichtungen.

Die Schweizer Armee
Die fünfwöchige Drohnenpiloten-Ausbildung war die zweite dieser Art. (Archivbild) - keystone

Die Schweizer Armee beschafft für 3,5 Millionen Franken Abwehrsysteme gegen Mini-Drohnen. Die Rede ist von einer Sofortmassnahme. Die Armee reagiert damit auf die zunehmende Zahl von Drohnensichtungen.

Der Auftrag wurde einem Schweizer Lieferanten erteilt. Die Securiton erhielt nach Angaben des Bundesamtes für Rüstung (Armasuisse) vom Donnerstag den Zuschlag für die Lieferung mehrerer Abwehrsysteme.

Armasuisse sprach von einer dringlichen Beschaffung und einer Sofortmassnahme. Die nach Feldversuchen auf dem Flugplatz Meiringen im Berner Oberland ausgewählten Systeme seien teilmobil ausgelegt. Die Armee könne sie auch bei subsidiären Einsätzen zugunsten von zivilen Behörden oder bei der Friedensförderung verwenden.

Die Armee hat zwar Erfahrung mit vor allem für Aufklärung und Überwachung genutzten Mini-Drohnen. Hingegen fehlten der Armee Systeme für die Abwehr von gegnerischen Mini-Drohnen, schrieb Armasuisse. Die Truppen konnten im Sommer 2025 bei einem Feldversuch ein Drohnenabwehrsystem testen.

Armee beschafft neue Ausrüstung für 3,5 Millionen Franken

Die Beschaffung kostet 3,5 Millionen Franken. Entnommen wird das Geld dem Verpflichtungskredit für Ausrüstung und Erneuerungen der Armee, wie Armasuisse schrieb.

Die Beschaffung war bereits Anfang Oktober angekündigt worden. Über Militärgelände und in der Nähe von Truppenübungen habe man im laufenden Jahr schon mehrmals Mini-Drohnen festgestellt, sagte damals ein Armeesprecher der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Zur Anzahl dieser Vorfälle oder deren Verlauf gab es aber keine Angaben.

Auch über dem Flughafen Zürich sind in den vergangenen Jahren schon Drohnen gesichtet worden, wie eine Sprecherin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage mitteilte. Anders als in anderen europäischen Städten hatte dies aber keine vollständige Schliessung des Flughafens zur Folge. Es sei aber schon vorgekommen, dass einzelne Flüge verzögert worden seien oder Sektoren geschlossen worden seien.

Kommentare

User #1305 (nicht angemeldet)

Drohnen wird man nur sicher elektronisch bekämpfen können. Das wäre am billigsten! Aber zuerst mal den Schrott kaufen!?

User #3999 (nicht angemeldet)

Nun ja, Flugsicherheit. .. Vor einiger Zeit sah ich hier über 'der Stadt' bei einer (weltweiten) Sportveranstaltung den ganzen Tag einen Fernsehhubschrauber fliegen, der auf Flightradar nicht zu erkennen war ! Die Transponder hatten sie nicht (!) oder nicht eingeschaltet (!). Das ist ziemlich seltsam, denn Rega-Hubschrauber machen das ordnungsgemäss. .. Plötzlich taucht eine Staffel von (6!) Militärpropellerflugzeugen auf, die ebenfalls (!) ihre Transponder nicht eingeschaltet hatten! Sie überholten den Hubschrauber in etwa 100 Metern Entfernung! Technisch gesehen ist das doch schon fast eine Kollision, oder? Nah, Über einer historischen Stadt, in der ein grosses (Welt) Sportevent stattfand! In einer Höhe, in der auch Hobby-Drohnen fliegen und hätten fliegen können. Puh, .. Gehts noch ??? Lassen Sie uns angesichts der Angst vor der Bedrohung von „aussen” zunächst einmal den gesamten Flugverkehr unter 1000 Metern betrachten! Drohnenverbot und Transponder an! (Zumindest für Fernsehhubschrauber!).

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