Bund und Kantone wollen inländische Arbeitskräfte fördern

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Bund und Kantone wollen das Potenzial der Arbeitskräfte im Inland ausschöpfen. Sie haben ältere Arbeitslose, schlecht Ausgebildete und Flüchtlinge im Auge.

    Zum Beispiel bei der Post: Ein Flüchtling aus Eritrea absolviert im Rahmen eines Pilotprojekts eine Integrationsvorlehre. (Archivbild)
    Zum Beispiel bei der Post: Ein Flüchtling aus Eritrea absolviert im Rahmen eines Pilotprojekts eine Integrationsvorlehre. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/GAETAN BALLY

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bund und Kantone wollen das Potenzial der Arbeitskräfte im Inland ausschöpfen.
    • Ein Teil der Projekte verzögert sich allerdings wegen der Corona-Krise.

    Bund und Kantone wollen das Potenzial der Arbeitskräfte im Inland ausschöpfen. Sie haben dabei ältere Arbeitslose, schlecht Ausgebildete und Flüchtlinge im Auge. Ein Teil der Projekte verzögert sich allerdings wegen der Corona-Pandemie.

    Eineinhalb Monate vor der Abstimmung über die Begrenzungsinitiative der SVP haben Bund und Kantone Bilanz gezogen zu den Massnahmen. Beschlossen hatte sie der Bundesrat im Mai 2019.

    Arbeitskräfte im Inland stärken

    Die Projekte hätten zum Ziel, dass die Arbeitskräfte im Inland der Konkurrenz aus dem Ausland die Stirn bieten könnten, schreibt das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Donnerstag. Gerade in einer Krise sei es wichtig, inländische Arbeitskräfte zu unterstützen. Sie sollen, wenn sie ihre Arbeit verlieren, rasch eine neue Stelle finden können.

    Vier Projekte zielen auf die Standortbestimmung und die Ausbildung ab, vor allem von älteren Arbeitnehmern und Arbeitslosen. Zwei weitere, darunter die Integrationsvorlehre, richten sich an Flüchtlinge, vorläufig Aufgenommene und junge Zugewanderte.

    Das siebte Projekt ist die vom Parlament im Juni bewilligte Überbrückungsrente für ausgesteuerte Arbeitslose über 60. Exponenten der SVP haben dagegen das Referendum ergriffen. Die Sammelfrist dauert bis zum 8. Oktober.

    Projekte, die bei den Kantonen wegen Covid-19 vorübergehend in den Hintergrund rückten und sich nun verzögern, werden verlängert. Für den Bund entstehen dadurch keine Mehrkosten.

    Kommentare

    Weiterlesen

    Soziologe Ganga Jey Aratnam
    576 Interaktionen
    «Langsam Minderheit»
    36 Interaktionen
    SEM meldet
    Kärcher
    18 Interaktionen
    40 Leute im Einsatz

    MEHR AUS STADT BERN

    Kanton Bern
    Kanton Bern
    Gaza
    224 Interaktionen
    Neue Gaza-Demo
    YB Klartext Hakan Yakin
    9 Interaktionen
    Hakan Yakin
    Kantonspolizei Bern
    Bern