Bund lockert Reisehinweise für Israel
Seit Freitag rät das Schweizer Aussendepartement nur noch von touristischen und nicht dringenden Reisen nach Israel ab. Damit lockert der Bund die Reisehinweise für den Staat, nachdem er seit Ende Februar generell von einem Besuch abriet.

«Da sich die Lage wieder auf ein Niveau eingependelt hat, das mit jenem vor den Militärschlägen gegen den Iran vergleichbar ist, wurde die Empfehlung auf das vorherige Niveau zurückgesetzt», erklärte das eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Es werde jedoch weiterhin «generell davon abgeraten, bestimmte Regionen des Landes zu besuchen, insbesondere die Grenzgebiete zum Gazastreifen, zum Libanon und entlang des besetzten Westjordanlands».
Die Sicherheitslage ist laut dem EDA «äusserst instabil und ihre Entwicklung ungewiss». Seit dem 28. Februar des laufenden Jahres, dem Tag des Beginns der israelisch-amerikanischen Luftangriffe gegen den Iran, hatte das EDA generell von Reisen nach Israel abgeraten.
Zuletzt hatte Mitte Mai auch die Schweizer Fluggesellschaft Swiss angekündigt, Flüge von und nach Tel Aviv ab dem 1. Juli wieder aufzunehmen.
Die Lage zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon hat sich zuletzt nichtsdestotrotz deutlich zugespitzt. Israel und die libanesische Regierung – die keine Konfliktpartei ist – hatten Mitte April zwar eine Waffenruhe geschlossen. Die Hisbollah selbst lehnt Verhandlungen mit Israel jedoch ab. Der Krieg geht seitdem weiter. Beide Seiten greifen sich weiter täglich an. Dabei kommt es vor allem im Libanon immer wieder zu Opfern.






