Breel Embolo stösst nach Zertifikats-Betrug nicht zur Schweizer Nati
Breel Embolo steht bei den Nations-League-Spielen nicht im Kader der Schweizer Nati. Auch bei ihm flog ein Zertifikats-Betrug auf.

Das Wichtigste in Kürze
- Breel Embolo wird nicht wie vorgesehen zur Schweizer Nati stossen.
- Heute wurde bekannt, dass er 2025 wegen Anstiftung zur Urkundenfälschung verurteilt wurde.
- Embolo akzeptiert den Strafbefehl, wird aber nicht zu den Nations-League-Spielen reisen.
Nach Granit Xhaka fällt ein weiterer langjähriger Leistungsträger in der Schweizer Nati aus ganz und gar nicht sportlichen Gründen aus: Breel Embolo steht dem Team von Murat Yakin in der Nations League nicht zur Verfügung.
Am Freitag war bekannt geworden, dass Embolo 2025 wegen Anstiftung zur Urkundenfälschung verurteilt worden war. Der Nati-Stürmer hatte sich gefälschte Covid-Testzertifikate beschafft.
Embolo sass noch Sperre ab
Die Verbandsführung hat nun entschieden, dass Embolo nicht zur Nati stossen wird. «Mit diesem Entscheid soll der Fokus des Teams bestmöglich auf die bevorstehenden Partien in der UEFA Nations League gerichtet bleiben», teilt der SFV mit.

Breel Embolo wäre für das erste Spiel des Zusammenzugs in Skopje am Samstag ohnehin gesperrt gewesen. Er hätte für das zweite Auswärtsspiel in Glasgow zur Nati stossen sollen. Embolo hätte gegen Schottland sowie in Luzern gegen Slowenien und Nordmazedonien zur Verfügung stehen sollen.
Embolo: «Mein damaliges Handeln war nicht richtig»
Wie «Schweiz heute» berichtete, wurde Embolo im Jahr 2021 von einem Hells-Angels-Mitglied der Erwerb eines gefälschten Covid-Testzertifikats angeboten. Der Nati-Spieler sagte zu und erhielt zwei Fälschungen. Eine war für eine Bekannte, die andere für ihn.
Im Rahmen von grösseren Ermittlungen gegen organisierte Kriminalität stiess die Staatsanwaltschaft auf die Chats zwischen dem Hells-Angel-Mitglied und Embolo. Damit flog der Betrug des Fussballers auf.

Die Basler Staatsanwaltschaft erliess im November 2025 schliesslich einen Strafbefehl wegen mehrfacher Anstiftung zu Urkundenfälschung. Embolo erhielt eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 3000 Franken.
Gegenüber «Schweiz heute» sagte Embolo nun: «Ich habe eingesehen, dass mein damaliges Handeln nicht richtig war, und dafür die Verantwortung übernommen. Deshalb habe ich den Strafbefehl akzeptiert.»
Vier rechtskräftige Schuldsprüche gegen Embolo
Ob Embolo sein falsches Testzertifikat am Ende einsetzte, ist laut dem Bericht unklar. Mit der Nati oder seinem Club soll es nichts zu tun gehabt haben.
Breel Embolo hat bereits vier rechtskräftige Schuldsprüche. Neben dem gefälschten Covid-Test handelt es sich um einen Schuldspruch wegen Drohung und zwei wegen Verkehrsdelikten.














