Der ehemalige britische Aussenminister Boris Johnson ist ein weiteres Mal mit negativen Äusserungen aufgefallen. Dieses Mal trifft es Burka-Trägerinnen.

Der ehemalige britische Aussenminister Boris Johnson steht wegen Äusserungen über verschleierte Frauen in der Kritik. In einer Kolumne der britischen Zeitung «Telegraph» zum dänischen Burka-Verbot verglich er am Montag Frauen in Vollverschleierung mit «Briefkästen» und «Bankräubern». Er sprach sich in dem Text zwar gegen ein Burkaverbot aus, bezeichnete die religiöse Bekleidung aber als «vollkommen lächerlich».

Boris Johnson ist überzeugt: Brexit-Verhandlungen im Stile Donald Trumps wären erfolgsversprechender.
Boris Johnson ist überzeugt: Brexit-Verhandlungen im Stile Donald Trumps wären erfolgsversprechender. - dpa

Johnson war im Juli im Streit um die Pläne für den EU-Austritt von Premierministerin Theresa May zurückgetreten. Dem ehemaligen Wortführer der Brexit-Befürworter werden Ambitionen auf das Amt des Regierungschefs nachgesagt.

Islamverbände und Labour-Abgeordnete warfen Johnson vor, bei islamfeindlichen Wählern mit den Burka-Äusserungen auf Stimmenfang zu gehen. Der Ex-Aussenminister buhle um Rechtsaussen, teilte Miqdaad Versi mit, der Vize-Vorsitzende des Moscheeverbands Muslim Council of Britain. Der Labour-Abgeordnete David Lammy bezeichnete Johnson als Billigversion des US-Präsidenten Donald Trump.

Das Wichtigste in Kürze

  • Boris Johnson hat erneut für Aufregung gesorgt.
  • Dieses Mal sind es abfällige Äusserungen gegen Burka-Tärgerinnen.
Ad
Ad
Ad

Mehr zum Thema:

Boris JohnsonBurkaDonald TrumpTheresa May