Die BLS gibt ihr Neubauprojekt im Westen Berns auf. Stattdessen soll die alte Werkstätte umgebaut werden – für einen dreistelligen Millionenbetrag.
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Ein Güterzug der BLS. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • De BLS will nun doch keine Werkstatt im Westen Berns bauen.
  • Anwohner, Quartierverbände und Landschaftsschützer wehrten sich gegen die Pläne.
  • Jetzt konzentriert sich die BLS auf den Um- und Neubau in Oberburg.
  • Die Pläne für die Werkstätte werden laut BLS etwa 200 Millionen Franken kosten.

Die BLS stoppt ihre umstrittenen Pläne für eine Werkstätte im Westen von Bern. Die Bahn will sich stattdessen auf den Um- und Neubau ihrer Werkstätte in Oberburg konzentrieren, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Lange Zeit setzte sie auf den Standort Chliforst Nord im Westen von Bern. Doch das Projekt auf der grünen Wiese stiess bei Anwohnern, Quartierorganisationen und Landschaftsschützern auf Widerstand. Sie warnten vor eine Verschandelung von Wald und Kulturland.

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Ein Zug der BLS AG. - Keystone

Nun zieht die BLS die Konsequenzen. «Ich will die Blockade lösen», erklärte der neue Bahnchef Daniel Schafer am Donnerstag in einer Medienmitteilung. «Wir wollen nicht länger auf der Stelle treten.» Es brauche eine Lösung, denn ohne zusätzliche Werkstätten-Kapazität zeichne sich ab 2027 eine Servicelücke ab.

Umbau kostet geschätzt 200 Millionen Franken

Die BLS setzt deshalb neu auf einen Um- und Neubau der Werkstätte in Oberburg bei Burgdorf. Seit 1977 existiert dort eine Werkstätte, die BLS ist ein wichtiger Arbeitgeberin in der Region. Das Areal ist Teil eines Industriegebiets und liegt am BLS-Streckennetz.

Ein Baustart in Oberburg könnte 2026 möglich sein. Ersten Schätzungen zufolge dürfte der Um- und Neubau der Werkstätte rund 200 Millionen Franken kosten. Das Projekt Chliforst Nord bleibt gestoppt, bis die BLS umfassende Klarheit über die Umsetzbarkeit des Projekts in Oberburg hat.

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