Bieler «Kulturfabrik» wegen Sicherheitsmängeln ab Juli geschlossen

Die Stadt Biel schliesst die «Kulturfabrik» ab dem 1. Juli aufgrund von Sicherheitsrisiken bis auf Weiteres. Die Zukunft des städtischen Gebäudes mit 17 an Kulturschaffende vermieteten Ateliers ist offen.

Die Stadt Biel schliesst die «Kulturfabrik» mit ihren 17 Ateliers am 1. Juli. (Archivbild der Stadt Biel)
Die Stadt Biel schliesst die «Kulturfabrik» mit ihren 17 Ateliers am 1. Juli. (Archivbild der Stadt Biel) - Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Bei einer Überprüfung wurden «erhebliche Risiken» festgestellt, insbesondere in den Bereichen des Brandschutzes und der elektrischen Anlagen, wie die Stadt am Dienstag in einer Mitteilung schrieb.

Die Mieterinnen und Mieter erhielten deshalb die ordentliche Kündigung per Ende März mit einer Frist von drei Monaten. Als Sofortmassnahmen werden Material und Mobiliar aus den Korridoren entfernt sowie interne elektrische Installationen abgebaut.

Wie Anna Tanner, Leiterin der städtischen Direktion Bildung, Kultur und Sport, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte, seien die betroffenen Kulturschaffenden über die Risiken informiert worden. Weiterhin hätten sie das Recht, die Ateliers im Rahmen der Mietverträge zu nutzen. Eine sofortige Schliessung sei nicht umsetzbar gewesen.

«Es ist für viele eine emotionale Angelegenheit», sagte Tanner. Die Stadt sei bemüht, auch nach der Schliessung Räume im bisherigen Umfang zur Verfügung stellen. Von den Ateliers profitierten bisher zwischen 30 und 50 Leute.

Für die Zukunft der «Kulturfabrik» stehen drei Varianten im Raum, so Tanner: eine Renovation, ein Verkauf oder der Aufbau einer neuen Trägerschaft. Die Direktionen Bildung, Kultur und Sport sowie Bau, Energie und Umwelt vertieften diese gemeinsam. «Letztlich braucht es einen politischen Entscheid des Stadtparlaments», erklärte Tanner.

Die Überprüfung der Sicherheit stand in keinem Zusammenhang mit der Brandkatastrophe in der Silvesternacht in Crans-Montana VS, wie Tanner sagte. Die Katastrophe habe jedoch das Bewusstsein und die Sensibilität für Brandschutzthemen erhöht.

Die «Kulturfabrik» befindet sich in der ehemaligen Zifferblattfabrik Huguenin an der Gurzelenstrasse. Das Gebäude wurde 1930 erbaut und gehört seit 1986 der Stadt Biel.

Kommentare

User #2468 (nicht angemeldet)

Wenn es so ist wie in St.Gallen, werden Städtische Gebäude sehr schlecht unterhalten. Habe selbst in so einer Wohnung gelebt. Sollte was gemacht werden, wurde es immer nur minimalistisch repariert und erst noch versucht, die Kosten auf den Mieter abzuwälzen. Nie mehr !

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