Bis 2030 soll die Zahl der Verkehrstoten pro Jahr auf unter hundert gesenkt werden. Nur mit der 30er Zone innerorts könne das erreicht werden.
Tempo-30-Zonen sorgen in der Schweiz vielerorts für Diskussionen. (Archivbild)
Tempo-30-Zonen sorgen in der Schweiz vielerorts für Diskussionen. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Das Wichtigste in Kürze

  • BFU fordert Tempo 30 innerorts als neuen Standard.
  • Auch auf Hauptverkehrsachsen soll die Limite künftig gelten.
  • So soll die Zahl der Verkehrstoten pro Jahr gesenkt werden.

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) fordert Tempo 30 innerorts als neuen Standard. Nur auf diese Weise könne das Ziel des Bundes erreicht werden, bis 2030 die Zahl der Verkehrstoten pro Jahr auf unter hundert zu senken.

Tempo 30 solle künftig auch auf Hauptverkehrsachsen gelten, die dabei allerdings vortrittsberechtigt bleiben sollten, schrieb die BFU am Dienstag in einer Mitteilung.

Dafür sei der Abbau rechtlicher Hürden für Tempo-30-Zonen unabdingbar.

Ziel des Bundes

Die Beratungsstelle begründet ihre Haltung unter anderem damit, dass der Verkehr durch den Boom bei E-Bikes und elektrisch angetriebenen Kleinstfahrzeugen dichter und diverser werde. Zugleich steige das Durchschnittsalter der Bevölkerung.

Das strategische Ziel des Bundes von weniger als hundert Verkehrstoten pro Jahr und unter 2500 Schwerverletzten bezeichnete die BFU in ihrer Mitteilung als ambitioniert. Man unterstütze es ausdrücklich.

2020 verloren auf Schweizer Strassen nach Angaben des Bundes 187 Menschen ihr Leben - so wenige wie noch nie seit 1940. 3639 Menschen wurden schwer verletzt. Im langjährigen Schnitt liegt die Zahl der Verkehrstoten laut BFU bei 219, jene der Schwerverletzten bei 3749.

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