Besetzer in Basel müssen 90'000 Franken für Polizeieinsatz zahlen
Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat zwei Personen die Kosten für einen Polizeieinsatz von rund 90'000 Franken auferlegt, wie sie am Donnerstag mitteilte. Die beiden hatten sich Anfang Juli nach Räumung der besetzten Liegenschaften im Klybeck-Quartier für mehr als einen Tag auf einem Dach aufgehalten.

Die Polizei räumte am 1. Juli die besetzten Liegenschaften an der Klybeckstrasse. Ein Mann und eine Frau weigerten sich jedoch, das Dach eines der Gebäude zu verlassen. Sie verblieben auch nach Abschluss der eigentlichen Räumung auf dem Dach und verliessen es erst am Abend des 2. Juli freiwillig. Der Mann und die Frau hatten gefordert, dass von einer Auferlegung der Kosten auf sie sowie auf auf eine Kontrolle ihrer Personalien abgesehen wird.
Zudem identifizierte die Polizei gemäss Mitteilung den mutmasslichen Urheber einer Sprayerei am Basler Rathaus. Die Tat ereignete sich während einer unbewilligten Demonstration mit rund 450 Teilnehmenden am Abend des 1. Juli nach der Räumung.
Dem Mann werden die Kosten für die Reinigung des Rathauses auferlegt, wie es weiter heisst. Die Entfernung der Sprayereien an der Fassade des Basler Rathauses kostete 17'000 Franken. Über weitere Kostenfolgen im hängigen Strafverfahren werde die zuständige Behörde entscheiden.
Die Polizei räumte am am 1. Juli die besetzte Liegenschaft im Klybeck-Quartier, die dem Versicherungsunternehmen Swiss Life gehört. Das Areal wurde Ende Mai von Linksautonomen besetzt. Unter dem Namen Zack (Zone Autonome Culturelle Klybeck) hatten sie dort ein selbstverwaltetes Kulturzentrum ausgerufen.










