Staatsanwaltschaft fordert acht Jahre Haft für Pascal Jaussi
Im Prozess gegen den Unternehmer Pascal Jaussi hat die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg am Montag eine Freiheitsstrafe von acht Jahren gefordert. Jaussi steht wegen der Hinterlassung einer Konkursmasse mit einem Fehlbetrag von 31,6 Millionen Franken vor dem Wirtschaftsstrafgericht.

Die beiden Staatsanwälte stellten den 49-jährigen Jaussi als einen Mann dar, der zahlreiche Menschen manipuliert habe, um ein unrealistisches Projekt umzusetzen. Für Generalstaatsanwalt Raphaël Bourquin kommen für den Angeklagten keinerlei mildernde Umstände in Betracht.
«In diesem Fall geht es nicht um einen Traum, der zu gross geworden ist, sondern um eine Grenze, die überschritten wurde: die Grenze zwischen Überzeugen und Täuschen», sagte Bourquin.
In finanzieller Hinsicht werfen die Staatsanwälte Jaussi eine «Flucht nach vorn» vor. Als sein Weltraumprojekt ins Stocken geriet, sammelte er weiterhin Geld ein, insbesondere durch den Verkauf von Tickets für Schwerelosigkeitsflüge an Privatpersonen, die letztlich nie stattfanden.
Neben der Insolvenz des Unternehmens befasste sich die Staatsanwaltschaft auch mit dem Übergriff, dem Jaussi nach eigenen Angaben 2016 zum Opfer gefallen war, als er mit Verbrennungen in einem Wald in der Broye aufgefunden wurde. In den Augen der Staatsanwaltschaft handelte es sich um eine Inszenierung, die darauf abzielte, die Insolvenz seines Unternehmens hinauszuzögern.
Der Prozess wurde am Montagnachmittag mit den Plädoyers der Verteidigung fortgesetzt. Diese sollten nach Angaben der Verteidigerin etwa zehn Stunden dauern und am Dienstag enden.










