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    Berner Inselspital: Ökonom schlägt wegen Finanzen Alarm!

    Fabia Söllner
    Fabia Söllner

    Bern,

    Die Berner Insel-Gruppe steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Ein Gesundheitsökonom warnt – und zieht Parallelen zur untergegangenen Grossbank Credit Suisse.

    Inselspital Bern Studie KI
    Das Inselspital Bern schreibt negative Zahlen. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Inselspital verzeichnet rote Zahlen.
    • Gesundheitsökonom Heinz Locher kritisiert vor allem das Management.

    Die Insel-Gruppe, zu der das Berner Universitätsspital gehört, verzeichnete 2023 einen Verlust von knapp 113 Millionen Franken. Für 2024 wird ein ähnliches Defizit erwartet.

    In den letzten drei Jahren summieren sich die Verluste auf rund 300 Millionen Franken. Eine schnelle Besserung ist nicht in Sicht.

    Gesundheitsökonom Heinz Locher zieht besorgniserregende Vergleiche. «Die Parallelen zur Credit Suisse sind offensichtlich», erklärt er gegenüber «CH Media».

    Verlorenes Vertrauen

    Locher sieht das Grundproblem in Managementfehlern der letzten Jahre: Diese hätten zum Vertrauensverlust bei zuweisenden Ärzten geführt. «So etwas lässt sich nicht in ein paar Monaten zurechtbiegen», warnt der Experte. Er betont, dass es Jahre dauern könne, verlorene Märkte zurückzugewinnen.

    Inselspital
    Im Inselspital Bern bahnt sich eine Krise an. - keystone

    Neue Netzwerke mit Regional- oder Privatspitälern hätten sich gebildet. Locher rät der Insel-Gruppe zur Zusammenarbeit mit anderen Spitälern.

    Kritik an der Führung

    Die aktuelle Führung steht in der Kritik. Verwaltungsratspräsident Bernhard Pulver und Ad-interim-Chef Christian Leumann sind keine Mediziner.

    Findet das Inselspital alleine den Weg aus der Krise?

    Dies führe zu fragwürdigen Entscheidungen. Ein Beispiel ist die kurzzeitige Abschaltung des medizinischen Nachschlagewerks «Up To Date», das für zahlreiche Arztpraxen essenziell ist, Leumann jedoch nicht als notwendig ansah.

    Locher fordert drastische Massnahmen. «Als Erstes muss jetzt der gesamte Verwaltungsrat ausgewechselt werden», sagt er gegenüber «CH Media».

    Kommentare

    User #2060 (nicht angemeldet)

    Dem entlassenen Uwe Jocham gehöht sicher kein Goldigen Fallschirm !!!

    User #9274 (nicht angemeldet)

    "Die Gier der Bevölkerung nach med. Untersuchungen" ist nicht das Problem des Inselspitals, sondern Management Fehler.

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