Blackout

    Bei Strommangellage vier Stunden am Stück ohne Strom

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Trotz möglicher Strommangellage in diesem Winter ist in der Schweiz kein flächendeckender Blackout zu befürchten.

    Stromausfall
    Passagiere warten an der Haltestelle Bahnhof Wollishofen / Staubstrasse im Dunklen auf ein Tram, während eines Stromausfalls in Zürich Wollishofen, aufgenommen am Freitag, 9. September 2022. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei einer Strommangellage soll dann einem tieferen Niveau gesichert werden.
    • Der Bundesrat hat dafür verschiedene Massnahmen in der Schublade.

    Sollte es in diesem Winter zu einer Strommangellage kommen, ist deswegen kein flächendeckender Blackout zu befürchten. Die Stromversorgung soll dann auf einem tieferen Niveau gesichert werden.

    Der Bundesrat hat dafür verschiedene Massnahmen in der Schublade: Mit Blick auf die Produktion kann er die inländischen Kraftwerke zentral steuern und den Handel mit Strom stoppen. Zudem wäre auf der anderen Seite das Ziel, den Verbrauch zu reduzieren.

    Als erstes würden Bevölkerung und Wirtschaft angehalten, freiwillig Energie einzusparen. Der Bundesrat kann darüber hinaus ausserdem beschliessen, dass energieintensive Anwendungen, die nicht lebensnotwendig sind, nur noch eingeschränkt benutzt werden dürfen. Als dritten Schritt kann es ausserdem zu einer Kontingentierung für Grossverbraucher von Strom kommen, welche für diese dann verpflichtend wäre.

    So kann 25 bis 30 Prozent eingespart werden

    Mit diesen Massnahmen würden laut der Organisation für Stromversorgung in Ausserordentlichen Lagen (Ostral) bereits 25 bis 30 Prozent eingespart. Erst wenn das nicht reicht, würde der Bundesrat rollierende Netzabschaltungen anordnen: In einzelnen Teilnetzgebieten (zum Beispiel einem Stadtteil) gäbe es dann abwechselnd für vier Stunden keinen Strom und danach wieder Strom für vier oder acht Stunden.

    Der Bund hatte den Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) beauftragt, sich auf eine mögliche Strommangellage vorzubereiten. Zu diesem Zweck hat der Branchenverband die Ostral ins Leben gerufen. Die Organisation untersteht der wirtschaftlichen Landesversorgung des Bundes und wird auf deren Anweisung aktiv, wenn eine Strommangellage eintritt.

    Knappheit beim Strom habe es im vergangenen Jahrhundert immer wieder geben, sagt eine Sprecherin des Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. «Wenn wir seit der Jahrhundertwende im Winter nicht Strom importieren würden, dann gäbe es in der kalten Jahreszeit wohl auch Mangellagen gemäss der BWL-Definition.» Die Schweiz konnte ihren Strombedarf letztmals im Winter 2002/2003 selbst decken.

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