Betreuungsmodell soll Frauen entlasten

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    Basel,

    In Basel wurde ein neues Betreuungsmodell getestet, welches benachteiligte Personen bei der Organisation einer Hebamme unterstützt. Das Modell funktioniert.

    Hebamme untersucht Schwangere
    Hebamme untersucht Schwangere - dpa/AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein neues Betreuungsmodell soll Frauen in gefährdeten Familienverhältnissen entlasten.
    • Den Frauen wird der Zugang zu den Dienstleistungen einer Hebamme erleichtert.
    • Die Anwesenheit von Hebammen fördert positives Erziehungsverhalten bei Müttern.

    Ein neues Betreuungsmodell durch Hebammen zu Hause hat sich für Frauen in gefährdeten Familienverhältnissen als vielversprechend erwiesen. Die in Basel durchgeführte Studie wurde in der Zeitschrift «BMC Health Services Research» veröffentlicht.

    Die Ergebnisse zeigten eine Zunahme der Kompetenzen der Mütter in den drei Bereichen Säuglingsbetreuung, Organisation des Familienlebens sowie Suche und Akzeptanz passender Hilfsangebote, wie das an der Studie beteiligte Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) am Donnerstag mitteilte.

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    Das neue Betreuungsmodell ist das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen dem Swiss TPH und dem Netzwerk der freiberuflichen Hebammen Familystart in Basel. Es zielt darauf ab, vulnerable Mütter und Neugeborene in benachteiligten Bevölkerungsgruppen zu unterstützen. Konkret geht es um Familien mit fehlendem Supportnetz, Armut, psychischen Erkrankungen, Partnerschaftskonflikten oder Asylstatus.

    Die häusliche Hebammen-Betreuung wird in der Schweiz zwar für alle Mütter mit Neugeborenen von der Krankenversicherung abgedeckt, muss aber von den Müttern selbst organisiert werden. Um den Zugang zu diesen Dienstleistungen zu gewährleisten, unterstützt Familystart junge Mütter, die nicht über die Ressourcen oder Fähigkeiten verfügen, um diese Betreuung selbst zu organisieren.

    Zudem bietet das Programm Hebammen zusätzliche Unterstützung, um Risiken einzuschätzen und passende Hilfestellungen zu organisieren.

    Die Studie ergab, dass die Anwesenheit und hohe Verfügbarkeit von Hebammen entscheidend dazu beitrug, Stress bei Müttern zu lindern und positives Erziehungsverhalten und Selbstvertrauen zu fördern.

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