Bahnverkehr am Jurasüdfuss für mehrere Monate eingeschränkt
Der Bahnverkehr am Jurasüdfuss wird ab Freitag für voraussichtlich mehrere Monate eingeschränkt. Grund ist die beschleunigte Absenkung des Bodens unterhalb des Bahndamms bei Pieterlen BE. Mitverantwortlich dafür ist die Trockenheit.

Die Züge der S20 Biel/Bienne-Olten fallen ab Freitag zwischen Biel/Bienne und Grenchen Süd aus, wie die SBB am Donnerstagabend mitteilten. Es verkehren Bahnersatzbusse. Die Züge des Fernverkehrs (IC51, IR56, RE56 und IC5) fahren vorerst nach Fahrplan, es sei mit Verspätungen und Kapazitätseinschränkungen zu rechnen. Auch der Güterverkehr ist laut den SBB tangiert.
Der ungünstige geologische Untergrund, auf dem sich der Bahndamm bei Pieterlen befindet, sei bekannt, er senke sich ab, was auch zur Absenkung der Fahrbahn führe. Die SBB überwachen die Bewegung des Damms in diesem Streckenabschnitt deshalb seit mehreren Jahren permanent. Geplant war, den Bahndamm im Sommer 2027 zu sanieren, wie es weiter hiess.
Die Gleise des zweispurigen Streckenabschnitts liegen oberhalb einer Torfschicht, die sich während des trockenen Sommers gesenkt hat. «In den letzten Tagen haben sich die Absenkungen im Untergrund beschleunigt», so die SBB. Man prüfe nun, ob die geplante Sanierung des Bahndamms vorgezogen werden könne.
Das nördliche Gleis dürfe ab Betriebsschluss 00.06 Uhr nicht mehr befahren werden. Auf dem südlichen Gleis dürfen die Züge mit reduzierter Geschwindigkeit verkehren. Die SBB überwachen die Strecke weiterhin, die Sicherheit sei jederzeit gewährleistet. Reisende werden gebeten, den Online-Fahrplan zu konsultieren.






