Stadt Luzern

    Autohändler verkauft Ferraris, die er gar nicht hat!

    Marie Augustin
    Marie Augustin

    Luzern,

    Ein 51-jähriger Italiener wurde vor dem Luzerner Kriminalgericht verurteilt: Er hatte Luxusautos verkauft, die er überhaupt nicht besass.

    Ferrari-Paket verkauft Betrüger verurteilt
    Ein Ferrari 288 GTO, ein Ferrari Enzo, ein Ferrari F50 und ein Ferrari F40 sollten laut Vereinbarung verkauft werden. (Symbolbild) - Pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Geschäftsführer der Insidercars GmbH wurde wegen Betrugs verurteilt.
    • Er hatte einem Kunden Ferraris verkauft, die nie geliefert wurden.
    • Zudem hatte er vom Kunden Luxusautos als Sicherheit einbehalten – und verkauft.

    Jahrelang war ein 51-jähriger Italiener Geschäftsführer der Insidercars GmbH. Der Händler vereinbarte im Jahr 2014 mündlich mit einem Kunden, diesem ein «Ferrari-Paket» zu verkaufen: Jenes sollte einen Ferrari 288 GTO, einen Ferrari Enzo, einen Ferrari F50 und einen Ferrari F40 umfassen. Wie «20 Minuten» berichtet, belief sich der Preis auf vier Millionen Euro.

    Kurze Zeit nach der mündlichen Vereinbarung setzte der Händler eine schriftliche Vereinbarung auf, die festhielt: Sofern die Summe nicht bis zum 25. Mai 2014 überwiesen werde, würde der Kunde dem Händler zwei Fahrzeuge als Schadenersatz überlassen.

    Der Kunde übergab dem Händler schliesslich zwei Ferraris als Sicherheit bis zur Übersendung des Kaufpreises. Seine Autos hätte er später zurückerhalten sollen.

    Kunde kauft immer wieder neue Fahrzeuge

    Die Lieferung des «Ferrari-Pakets» wurde jedoch jahrelang durch den Händler hinausgezögert.

    Der Autohändler riet dem Kunden stattdessen mehrmals, von den vier Millionen ein anderes Fahrzeug aus dem Autohaus zu erwerben. Der Kunde kaufte in der Folge drei Fahrzeuge. Mit der Zeit gab er alle drei wieder zurück. In der Hoffnung, seine zu übergebenen und die neuen Ferraris endlich zu erhalten.

    Hast du beim Autokauf schon mal den Kürzeren gezogen?

    Der Autohändler hatte 2018 erneut versichert, dass es mit dem «Ferrari-Paket jetzt klappen» würde. Statt die als Sicherheit einbehaltenen Ferraris aber zurückzugeben, hatte der Händler einen verkauft. Und den anderen an einen Freund übergeben.

    Autohändler verurteilt

    Nun wurde der Händler gemäss «20 Minuten» vor dem Luzerner Kriminalgericht wegen mehrfacher Veruntreuung und arglistiger Vermögensschädigung verurteilt. Es wurde eine bedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren ausgesprochen.

    An den Geschädigten muss er 32'911 Franken Schadenersatz zahlen sowie die Verfahrenskosten von 8400 Franken übernehmen.

    Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig – der Händler hat Berufung eingelegt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #4590 (nicht angemeldet)

    Wow, die Strafe hätten sie gleich lassen können. So quasi, ach das ist doch nicht so schlimm, die paar Millionen.

    User #2039 (nicht angemeldet)

    Hatten wir doch schon vor kurzem!

    Weiterlesen

    Autoverkauf
    50 Interaktionen
    Im Rheintal
    auto von der Seite winterthur verkauf
    32 Interaktionen
    Klimaschutz

    MEHR AUS STADT LUZERN

    2 Interaktionen
    Luzern
    1 Interaktionen
    Luzern
    messer
    5 Interaktionen
    Luzern
    Luzern
    Luzern