Reh

    Autofahrer verwechselt gestürzten Töfffahrer mit Reh!

    Juli Rutsch
    Juli Rutsch

    Fricktal,

    Ein Fricktaler Töfffahrer wird nach Selbstunfall auf dem Kaistenberg von einem Auto erwischt und schwer verletzt.

    Auto erfasst Motorradlenker.
    Der Autofahrer hielt den gestürzten Motorradfahrer für ein Reh und überfuhr ihn. - Kantonspolizei Aargau

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Motorradfahrer stürzt mit seinem Töff.
    • Ein herannahender Lenker hält ihn für ein Reh und überfährt ihn.
    • Das Gericht spricht den Autofahrer aufgrund mangelnder Aufmerksamkeit schuldig.

    Anfang März 2023 endet auf dem Kaistenberg eine Fahrt für einen 30-jährigen Motorradfahrer aus dem Fricktal mit schweren Folgen. Nachdem er bei einem Selbstunfall zu Boden stürzt und sein Töff aufrichtet, wird er von einem Autofahrer von hinten erfasst.

    Der Mann wird mit einem offenen Unterschenkelbruch per Helikopter ins Spital geflogen. Drei Operationen und Physiotherapie folgen.

    Helikopter
    Per Helikopter musste der verletzte Töfffahrer ins Spital gebracht werden. (Symbolbild) - pixabay

    Verhandlung am Bezirksgericht Laufenburg

    Vor dem Bezirksgericht Laufenburg musste sich deshalb ein heute 52-jähriger Mann verantworten, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt. Die Staatsanwaltschaft warf ihm fahrlässige schwere Körperverletzung durch mangelnde Aufmerksamkeit vor und forderte eine bedingte Geldstrafe sowie eine Busse.

    Der Beschuldigte beteuert, er habe nur etwas Schwarzes auf der Strasse gesehen: «Ich dachte, es sei ein Reh.» Ausserdem sei er von anderen Scheinwerfern geblendet worden. «Es tut mir leid, was passiert ist», sagte er laut «AZ».

    Warst du schon mal in einen Verkehrsunfall verwickelt?

    Eine Zeugin schildert, sie habe zuvor den Motorradfahrer rechtzeitig erkannt und konnte laut eigener Aussage «normal bremsen».

    Aussagen und Widersprüche

    Der Anwalt des Privatklägers wirft dem Beschuldigten widersprüchliche Aussagen vor: «Einmal sagt er, er habe etwas Schwarzes gesehen, dann plötzlich gar nichts.» Er sei «aufs Gröbste» abgelenkt gewesen.

    Die Verteidigung argumentiert, der Mandant habe nicht mit einem querstehenden Motorrad rechnen müssen. Das Motorrad habe ohne Licht auf der Strasse gestanden, die Sicht sei schlecht gewesen.

    bezirksgericht laufenburg
    Das Bezirksgericht Laufenburg. (Archivbild) - keystone

    Das Gericht sprach den Angeklagten schlussendlich laut «Aargauer Zeitung» schuldig. Es verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je 140 Franken und einer Busse von 2100 Franken. Eine Zivilklage hiess es im Grundsatz gut, wies jedoch die Genugtuung mangels Bezifferung ab.

    Von einem brennenden Motorradlicht zum Zeitpunkt der Kollision ging es aus. Abschliessend hielt das Gericht fest: «Der Beschuldigte hätte anhalten können müssen – hat er aber nicht.»

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #3181 (nicht angemeldet)

    Hier war wieder einmal mehr die „Kuscheljustiz“ am urteilen. Dieser „Autofahrer“ gehört mal für einige Zeit nicht mehr auf die Strasse. Der überfährt alles was ihm im Weg ist!

    User #4534 (nicht angemeldet)

    Wo steht geschrieben das man ein Reh einfach überfahren kann? Die Verblödung von Menschen geht immer weiter!

    Weiterlesen

    Kaisten
    9 Interaktionen
    Kaisten AG
    Kollision in Bad Zurzach
    Bad Zurzach AG
    Quickline
    16 Interaktionen
    Tipps für den Alltag

    MEHR REH

    Würenlingen AG
    Würenlingen AG
    fb
    622 Interaktionen
    «Mörder»
    Kanton Luzern
    3 Interaktionen
    Kanton Luzern
    biodiversität
    2 Interaktionen
    Wilderei in Erlen TG

    MEHR AUS FRICKTAL

    Swiss Indoors Jérôme Kym
    3 Interaktionen
    Swiss Indoors
    Leiche
    Leiche im Rhein
    Jérôme Kym
    10 Interaktionen
    Besiegt Weltnummer 4
    Gansingen AG
    Gansingen AG