Schweizer Armee

    Armee tritt nötigenfalls 3700 Plätze bis Ende 2024 an SEM ab

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die Armee erklärt sich bereit, 3700 Plätze in Armeeinfrastrukturen für Asylbewerber abzutreten. Aktuell sind die Bundesasylzentren zu rund 70 Prozent belegt.

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    Ein Zimmer einer Asylunterkunft. Die Fusionsgemeinde Zurzach muss derzeit 77 Personen aufnehmen. (Symbolbild) - keystone

    Die Armee verlängert das Unterkunftsangebot für Asylsuchende bis Ende 2024. Sie hat sich bereit erklärt, dem Staatssekretariat für Migration (SEM) rund 3700 Plätze in Armeeinfrastrukturen nötigenfalls bis Ende 2024 abzutreten.

    Darüber hinaus habe das SEM in enger Zusammenarbeit mit den Kantonen, den Standortgemeinden und der Armee über 1000 zusätzliche, rasch verfügbare Plätze gesichert. Weitere Plätze befänden sich noch in Abklärung, teilte das SEM am Dienstag in Bern mit. Mehrheitlich handle es sich dabei um Plätze in Zivilschutzanlagen, welche die Kantone dem SEM im August gemeldet hätten.

    Asylzentren aktuell zu 70 Prozent belegt

    Nach eingehender Prüfung der Vorschläge könnten ab Oktober und November Zivilschutzanlagen in den Kantonen Bern, Genf, Glarus und Zürich mit insgesamt 710 Plätzen definitiv in Betrieb genommen werden. Weitere 300 Plätze befänden sich auf dem Glaubenberg (OW), wo die Armee ein weiteres Gebäude ab November bis Spätestens Ende April 2024 an das SEM abtrete.

    Dank dem Entgegenkommen der Armee und den Zivilschutzanlagen in den Kantonen stünden dem SEM damit weiterhin insgesamt rund 10'000 Unterbringungsplätze zur Verfügung, ab November sogar rund 10'700. Diese Kapazitäten in mittlerweile mehr als 30 Bundesasylzentren seien aktuell zu über 70 Prozent ausgeschöpft.

    Um den erwarteten Anstieg der Asyl- und Schutzgesuche in den kommenden Monaten bewältigen zu können und vorzeitige Zuweisungen an die Kantone zu verhindern, benötige das SEM absehbar weitere Unterbringungsplätze. So sind beispielsweise allein im August 3000 Asylgesuche in der Schweiz registriert worden, fast 40 Prozent mehr als noch im Monat Juli.

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