Antibiotikaverbrauch bei Tieren sinkt laut Bund weiter
Der Antibiotikaverbrauch bei Tieren sinkt langfristig weiter. Die Daten des vergangenen Jahres zeigen laut dem Bund zwar Fortschritte, allerdings bestehe weiterhin Handlungsbedarf. Voraussetzung für eine erfolgreiche Reduktion sei die systematische Erfassung.

Der Einsatz von Antibiotika begünstige die Entstehung von Resistenzen, warnt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen in einer Mitteilung vom Donnerstag. Wenn Antibiotika empfindliche Bakterien abtöteten, könnten resistente Bakterien überleben und sich weiter vermehren. Dadurch würden bakterielle Infektionen zunehmend schwieriger zu behandeln.
Ein übermässiger oder unsachgemässer Einsatz von Antibiotika beschleunige diese Entwicklung. Deshalb sei es wichtig, den Antibiotikaeinsatz zu reduzieren. Auf der Grundlage einer systematischen Erfassung können laut dem Bundesamt gezielte Massnahmen zur Reduktion des Antibiotikaeinsatzes ergriffen und deren Wirkung im Zeitverlauf beobachtet werden.
Seit 2008 melden die Zulassungsinhaberinnen im Veterinärbereich jährlich die vertriebene Antibiotikamenge. Seit 2019 erfolgen diese Meldungen an das «Informationssystem Antibiotika in der Veterinärmedizin». Seitdem übermitteln auch Tierärztinnen und Tierärzte ihre Verschreibungsdaten für Nutz- und Heimtiere an dieses System. Diese Erfassung ist ein zentrales Element der Umsetzung der Strategie Antibiotikaresistenzen im Bereich Tiere, mit dem Ziel, den Antibiotikaeinsatz zu senken.






